Zur unabhängigen Kommission des DHB gehören eine Soziologin, ein Kriminologe und eine Athletinnen-Vertreterin.

Deutscher Handballbund Kommission zur Gewalt-Aufarbeitung nimmt Arbeit auf

Stand: 30.11.2022 17:44 Uhr

Startschuss für die Kommission zur Aufarbeitung und Prävention von Gewalt im Handball. So sollen die Geschehnisse um den früheren Handballtrainer André Fuhr aufgearbeitet werden.

Mit ihrer fristlosen Kündigung bei Borussia Dortmund hatten die Nationalspielerinnen Mia Zschocke und Amelie Berger den Fall Fuhr Mitte September öffentlich gemacht.

Danach hatten sich zahlreiche Spielerinnen gemeldet, die nach eigenen Angaben psychisch unter den Trainingsmethoden des ehemaligen Coaches gelitten hatten. Dem DHB war vorgeworfen worden, trotz der in der Szene schon lange kursierenden Vorwürfe nicht oder nur unzureichend gehandelt zu haben.

Gegen Handballtrainer André Fuhr gibt es zahlreiche Vorwürfe von Spielerinnen wegen Machtmissbrauchs und psychischer Gewalt. Neben Borussia Dortmund steht ein weiterer Klub vor der Aufarbeitung: die HSG Blomberg-Lippe. mehr

Kommission heterogen besetzt

Zur laut DHB interdisziplinären, externen und unabhängigen Kommission zählen unter anderen eine Soziologin, ein Kriminologe und eine Athletinnen-Vertreterin. Bei einem Treffen in Frankfurt am Main stimmten die Mitglieder der Kommission ihr Vorgehen ab. Wann Ergebnisse veröffentlicht werden, ist laut einer DHB-Mitteilung vom Mittwoch (30.11.22) noch offen.