Der Vizepräsident des Deutschen Handball-Bundes und Geschäftsführer des Bundesligisten Füchse Berlin: Bob Hanning.

Handball | EM

Hanning zu Corona-Ausbruch: Risiko "gibt es überall"

Stand: 18.01.2022, 12:29 Uhr

Der ehemalige DHB-Vizepräsident Bob Hanning sieht die deutschen Handballer bei der EM trotz zahlreicher Corona-Fälle keinem außergewöhnlichen Ansteckungsrisiko ausgesetzt.

"Das Risiko einer Ansteckung gibt es überall", sagte der Geschäftsführer des Bundesligisten Füchse Berlin der Deutschen Presse-Agentur.

Der 53-Jährige sieht in den sich häufenden Corona-Fällen bei der Europameisterschaft derzeit auch keine Gefahr für die Füchse, für die es im Februar in der Bundesliga weitergeht und die derzeit zahlreiche Spieler für das Turnier in der Slowakei und Ungarn abgestellt haben. "Ich formuliere es mal etwas sarkastisch: Je mehr es bei der Nationalmannschaft kriegen, desto sicherer ist der Spielbetrieb bei uns. Alle, die es jetzt haben, werden es danach erst mal nicht mehr haben." Er habe zudem bereits mit einigen infizierten Nationalspielern telefoniert: "Die Verläufe sind alle mild."

"Schwächer werden wir nicht"

Nach sieben Corona-Fällen im eigenen Team hatte Bundestrainer Alfred Gislason am Montagabend fünf Bundesliga-Profis für das abschließende Vorrundenspiel am Dienstagabend (im Liveticker auf Sportschau.de) gegen Polen nachnominiert. Darunter sind die Berliner Spieler Fabian Wiede und Paul Drux sowie Torwart-Routinier Johannes Bitter (HSV Hamburg), Linksaußen Rune Dahmke (THW Kiel) und Kreisläufer Sebastian Firnhaber (HC Erlangen).

Auch andere Teams sind von Corona betroffen. Die EM habe dadurch "nicht den sportlichen Wert anderer Europameisterschaften", sagte Hanning. "Aber aus deutscher Sicht kann ich sagen: Wenn man Dahmke, Bitter, Drux und Wiede nachnominieren kann, dann hat das keine andere Nation. Ich will nicht sagen, dass wir stärker werden mit dieser Besetzung, aber schwächer werden wir nicht."

Quelle: dpa

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