Start der Bundesliga - Die NRW-Klubs und die G-Frage

Borussia Mönchengladbach hat sich noch nicht entschieden, ob künftig nur noch geimpfte und genesene Personen ins Stadion dürfen.

Start der Bundesliga - Die NRW-Klubs und die G-Frage

In Köln dürfen am Sonntag Geimpfte, Genesene und Getestete ins Stadion, danach nur noch Geimpfte und Genesene. Leverkusen plant direkt mit 2G. Bei den anderen NRW-Bundesligisten ist das noch offen.

Die G-Frage ist aktuell in der Gesellschaft eine der wichtigsten - und sie wird es nun auch in der Bundesliga. Immer mehr wird darüber diskutiert, ob Personen mit einem negativen Corona-Schnelltest die gleichen Rechte haben müssen wie genesene oder geimpfte Menschen. Also auch, ob getestete Fans ins Stadion dürfen. Eine Frage, die viele Klubs in NRW nach wie vor offen lassen.

Gladbach startet mit 3G - und dann?

"Es ist noch zu früh, dazu etwas zu sagen", sagte Borussia Mönchengladbachs Finanz-Geschäftsführer Stephan Schippers am Dienstagabend dazu auf der Mitgliederversammlung. Gladbach eröffnet am Freitag die 59. Bundesliga-Saison gegen Meister Bayern München. 23.000 Zuschauer sind für das Spiel zugelassen, es gilt für die Fans die 3G-Regelung.

Diese Formel greift so auch noch beim 1. FC Köln im Heimspiel gegen Hertha BSC am Sonntag (17.30 Uhr). Doch bereits für das zweite Heimspiel am 28. August gegen den VfL Bochum hat der Verein angekündigt, nur noch geimpfte und genesene Personen einzulassen. Ausgenommen davon sind Kinder und Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden dürfen.

Völler mit eindringlichem Appell - nur 2G in Leverkusen

Bei Kölns rheinischem Rivalen Bayer Leverkusen gilt hingegen die 2G-Regel. Denn am Donnerstag erklärte Bayer 04 den Fans per Mail, dass die 1.000 vorgesehenen Tickets für nicht geimpfte und genesene Personen für das Spiel gegen Gladbach (21.08.2021, 18.30 Uhr) ausschließlich an Kinder und Jugendliche zwischen vier und 19 Jahren aus dem Kreis der Dauerkarteninhaberinnen und -inhaber gehen. Diese dürften dann mit einem negativen Test in die Arena kommen.

Die Verantwortlichen des Werksklubs appellierten wie zu Wochenbeginn schon Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke eindringlich an die Fans, sich impfen zu lassen.

"Für den Fußball gilt wie für unsere Gesellschaft im Allgemeinen, dass es erst dann wieder eine gewisse Form von Normalität geben kann, wenn man möglichst viele Menschen von einer Impfung überzeugt", sagte Sport-Geschäftsführer Rudi Völler. "Wer zu dieser Form der gesellschaftlichen Solidarität nicht bereit ist, der muss auch mit möglichen Konsequenzen klarkommen. Lasst euch impfen - nur so geht’s." Bayers zweiter Geschäftsführer Fernando Carro sieht in der Impfung für den Werksklub den entscheidenden "Schlüssel, um die Pandemie zu überwinden".

Dortmund geht auch schon Richtung 2G

Watzke hatte die Impfung als Voraussetzung für die Rückkehr zu einer Normalität bezeichnet. Beim BVB gilt für das erste Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am Samstag (18.30 Uhr) und am Dienstag im Supercup gegen die Bayern (20.30 Uhr) die 3G-Regel für die maximal je 25.000 Zuschauer. Wobei lediglich 1.000 Fans dabei sein dürfen, die "nur" negativ getestet wurden.

Bei Arminia Bielefeld wird nach dem ersten Heimspiel gegen den SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr) die Lage neu bewertet. Der VfL Bochum teilte auf mit, dass man erst die für den 19. August vorgesehene neue Corona-Schutzverordnung abwarten wolle, um detailliert für das zwei Tage später stattfindende Heimspiel gegen Mainz 05 zu planen.

dpa/sho/jti | Stand: 12.08.2021, 15:21

Darstellung: