Frankreichs Rugby-Verband lässt Transgender zu

In Frankreich dürfen ab der kommenden Saison Transgender an allen Wettkämpfen teilnehmen.

Inklusion im Sport

Frankreichs Rugby-Verband lässt Transgender zu

Transgender können ab der kommenden Saison in Frankreich Rugby-Mannschaften beitreten und an allen offiziellen Wettbewerben teilnehmen.

"Rugby ist ein inklusiver Sport, ein Sport des Teilens, ohne Unterscheidung bei Geschlecht, Gender, Herkunft oder Religion", erklärte Serge Simon, Vizepräsident der Fédération Française de Rugby laut Mitteilung. Der Verband stützt sich dabei auf Empfehlungen einer Antidiskriminierungs- und Gleichbehandlungskommission.

Transsexuelle, die ihr Geschlecht angeglichen haben, können ohne Voraussetzungen in dem Team ihres Geschlechts spielen. Für Transgender, die ihr Geschlecht nicht operativ angeglichen haben beziehungsweise gerade in der Übergangsphase sind, gelten bestimmte Voraussetzungen. Die Entscheidung soll laut Verband zwei Jahre vor der Weltmeisterschaft in Frankreich ein wohlwollendes und entschlossenes Signal senden, dass der Respekt vor Minderheiten beim Rugby ein unumstößliches Recht ist.

Der Welt-Rugby-Verband hatte im vergangen Jahr empfohlen, dass Transfrauen an Wettbewerben nicht teilnehmen dürfen und dafür Sicherheitsgründe genannt, da beim Rugby Größe, Stärke, Kraft und Geschwindigkeit sowohl für das Risiko als auch für die Leistung entscheidend seien.

dpa | Stand: 18.05.2021, 11:44

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