Idriss Gonschinska, Generaldirektor im Deutschen Leichtathletikverband (DLV).

Multi-Sport-Event DLV sieht Leichtathletik als Zugpferd der Finals in Berlin

Stand: 06.06.2022 12:44 Uhr

Für WM und EM werden erstmals die beiden Erstplatzierten der deutschen Leichtathletik-Meisterschaften vom 23. bis 26. Juni in Berlin mit Vorrang nominiert, teilte der Deutsche Leichtathletik-Verband mit.

Bisher hatte nur der Titelgewinner einen Startplatz bei den Saisonhöhepunkten sicher. Begründet wird dies mit den extrem kurzen Abständen zwischen den nationalen Meisterschaften an der Spree, der WM vom 15. bis 24. Juli in Eugene/USA und der Heim-EM vom 15. bis 21. August in München.

"Wir haben im Drei-Wochen-Rhythmus de facto ein Triple. Das ist ein sehr intensiver Wettkampfblock, den wir in dieser Art und Weise noch nicht realisiert haben", sagte der DLV-Vorstandsvorsitzende Idriss Gonschinska. "Das ist Neuland." Wegen der Corona-Pandemie war die ursprünglich für 2021 geplante WM in Eugene verlegt worden.

Die Titelkämpfe der Leichtathleten werden wie schon 2019 im Rahmen der "Finals" mit insgesamt 14 Sportarten in Berlin ausgetragen. "Die Leichtathletik ist das absolute Zugpferd für das Multi-Sport-Event", sagte Gonschinska. Für ihn ist es ein "unfassbar tolles Format", das bei der ersten Auflage zu einer breiten Wahrnehmung der Vielfalt des Sports geführt habe.