Verstappen und Hamilton vor Baku ohne große Töne

Max Verstappen auf der Strecke in Baku

Formel 1

Verstappen und Hamilton vor Baku ohne große Töne

Max Verstappen will seine Position als WM-Führender in der Formel 1 derzeit nicht überbewerten.

"Es ist wichtiger, dass wir nach dem Rennen in Abu Dhabi Erster sind", sagte der Niederländer am Donnerstag (03.06.2021) in einer digitalen Medienrunde mit Blick auf das letzte Rennen des Jahres. Beim Großen Preis in Aserbaidschans Hauptstadt Baku tritt der 23-Jährige am Sonntag erstmals in seiner Karriere als Gesamtführender an, kann sich darauf aber nicht ausruhen. "Wir müssen uns und das Auto weiter verbessern. Dann haben wir eine gute Chance", sagte der Red-Bull-Pilot.

Verstappen hatte mit einem Sieg beim vergangenen Grand Prix in Monaco Dauer-Weltmeister Lewis Hamilton von der Spitze verdrängt. Vor dem sechsten Saisonlauf beträgt der Vorsprung des Youngsters allerdings nur vier Punkte. "Ich erwarte, dass sie stark zurückkommen", sagte Verstappen angesprochen auf die Silberpfeile: "Wir dürfen uns keine Fehler leisten, das ist uns bislang sehr gut gelungen."

Ausbaufähige Bilanz für beide

Bei Mercedes schiebt man die Favoritenrolle indes dem jungen RB-Piloten zu und blickt, zumindest nach außen hin, mit Skepsis auf Sonntag. Motorsportchef Toto Wolff sagte seinem Rennstall bereits "eine weitere Herausforderung" voraus, weil dem Auto die Strecke nicht besonders gut liege. Hamilton gewann bei bisher vier Rennen in Aserbaidschan erst einmal (2018).

Auch Verstappens Bilanz ist dort allerdings ausbaufähig. Auf dem Stadtkurs in Baku hat er es bislang noch nicht auf das Podest geschafft und würde das an diesem Wochenende gerne ändern. "Es ist hier nie leicht. Wir hatten hier viele interessante Rennen", sagte Verstappen. Von Sticheleien zwischen den beiden stärksten Teams wolle er sich derweil auch künftig nicht ablenken lassen. "Lewis und ich respektieren uns und das ist am wichtigsten", sagte er.

Schwierige Mischung auf der Strecke

Der ungewöhnliche Mix macht die Strecke speziell. In der Altstadt ist es eng wie in Monaco, auf den langen Geraden sind Höchstgeschwindigkeiten wie in Monza möglich. Die zwei Kurse in einem stellen die Rennställe vor ganz besondere Herausforderungen und das Setup wird zum Balanceakt. Nur wer einen guten Kompromiss findet, kann gewinnen.

In den bisherigen vier Grand Prix in Baku gab es vier verschiedene Sieger, 2019 war das zuletzt Valtteri Bottas. Der Finne war - damals noch im Williams - 2016 am Samstag vor der Baku-Premiere mit einer Geschwindigkeit von 378 km/h gemessen worden. Nach Regeländerungen sind solche Top-Geschwindigkeiten auf dem sechs Kilometer langen Kurs aber mittlerweile nicht mehr möglich.

dpa/red | Stand: 03.06.2021, 13:05

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