"Ein typisches 0:0, nur dass es 1:1 ausgegangen ist" - die Sprüche des Jahres 2020

Die Sport-Sprüche des Jahres

Thioune, Becker und Hitzlsperger

"Ein typisches 0:0, nur dass es 1:1 ausgegangen ist" - die Sprüche des Jahres 2020

Florian Niederlechner rechnet, Boris Becker erklärt die Tücken des Lebens und Daniel Thioune empfiehlt einen besonderen Umgang mit Bakery Jatta - die Sportsprüche des Jahres 2020.

"Wer es nicht schafft, gegen den HSV zu punkten, sollte nicht auf dem Rücken eines Flüchtlings, der niemandem etwas getan hat, versuchen, einen Vorteil herauszuholen, sondern besser auf die eigenen sportlichen Fehler schauen."
(Daniel Thioune, seinerzeit noch Coach des VfL Osnabrück, hatte sich in der öffentlichen Debatte um Bakery Jatta schützend vor den HSV-Profi gestellt und jene Klubs kritisiert, die Einspruch gegen die Wertung ihrer Spiele gegen die Hamburger einlegten)

"Adi, meld' dich, wenn du eine Spielunterbrechung brauchst!"
(Angebot per Transparent an Frankfurts Trainer Adi Hütter, die Androhung von Spielunterbrechungen bei beleidigenden Plakaten gegen Dietmar Hopp taktisch einzusetzen)

"Das Leben ist kein FC Bayern. Das Leben ist eher wie der Club."
(Thomas Grethlein, Aufsichtsratsvorsitzender des 1. FC Nürnberg und promovierter Philosoph)

"Ich möchte gerne mit jeder Trophäe die Nacht verbringen, aber manchmal gibt es Prioritäten."
(Robert Lewandowski von Bayern München nach der Wahl zum Weltfußballer 2020)

"Ich könnte Konfetti kotzen, so happy bin ich über das, was ich gerade sehen durfte."
(Stuttgarts Vorstandschef Thomas Hitzlsperger bei Twitter nach dem 5:1-Coup seines VfB bei Borussia Dortmund)

Florian Niederlechner vom FC Augsburg

Florian Niederlechner vom FC Augsburg

"Gefühlt war es für mich ein typisches 0:0-Spiel, nur dass es eben 1:1 ausgegangen ist."
(Augsburgs Stürmer Florian Niederlechner nach dem Spiel gegen Freiburg am 28. November)

"Der Einzige, den ich gesiezt hab, war Olli Kahn. Ich war Mitte 20 und hatte Angst." (Referee Manuel Gräfe über seine Anfangszeit als Bundesliga-Schiedsrichter)

"Ich habe mal zu meiner Schwester gesagt: Wenn du irgendwann mal einen Mann heiratest, nimm einen Schalker. Den kannst du so oft enttäuschen, wie du willst - der bleibt immer an deiner Seite."
(Hassan Talib Haji, Journalist und Schalke-Fan)

"Der wird doch immer nur angeschossen."
(Bayern Münchens Thomas Müller bei Instagram unter einem Beitrag seines Teamkollegen Jérôme Boateng, der Manuel Neuer als besten Torwart der Geschichte würdigte)
"So wie du."
(Boatengs Replik)

"Wenn man die Spiele sieht, fragt man sich natürlich: Was trainieren die eigentlich unter der Woche?"
(Sascha Riether, Koordinator der Schalker Lizenzspielerabteilung, nach dem 0:2 gegen Wolfsburg)

"Schon lustig, morgens spielen sie mit den Kindern zu Hause mit dem Puppenhaus, abends hauen sie dir auf dem Eis auf die Fresse."
(Eishockey-Nationalspieler Korbinian Holzer im Magazin "Dump and Chase" über die zwei Gesichter der NHL-Raubeine)

"Wir haben eine ganz gute finanzielle Sicherheit gehabt bei Corona. Kevin ist trotzdem zu Lidl gegangen, vielleicht hat er sich was Größeres gegönnt und sich übernommen."
(Tennisprofi Andreas Mies nachdem er mit Doppelpartner Kevin Krawietz seinen Titel in Paris verteidigt hatte)

"Es gibt einige solche Viecher, aber er ist schon eine Drecksau vor dem Tor. Er nutzt fast jede Chance."
(Freiburgs Christian Günter über Dortmunds Torjäger Erling Haaland)

"Wir sind Spielkinder, und man hatte uns monatelang unser Spielzeug weggenommen."
(Martin Schwalb, Trainer der Rhein-Neckar Löwen, im "Hamburger Abendblatt" über den Saisonstart in der Handball-Bundesliga nach der Corona-Zwangspause)

"Schlechte Nachricht: Für das Spiel in Brügge reicht es leider nicht. Gute Nachricht: Für einen Muskelfaserriss bin ich zu langsam, am Samstag will ich wieder dabei sein."
(Der am Oberschenkel verletzte Dortmunder Mats Hummels per Twitter mit Blick auf den Ligagipfel gegen Bayern München)

Speerwerfer Johannes Vetter aus Offenburg

"So ein 97-Meter-Wurf ist wie ein Freistoß aus 30, 40 Metern Entfernung, den man über die Mauer direkt in den Winkel zimmert. Ich glaube, das schafft man auch nicht dreimal die Woche, sondern vielleicht dreimal in seinem Leben." (Speerwerfer Johannes Vetter im MDR-Fernsehen über seinen Rekordwurf)

"I didn't see anyone to pass it quer und dann habe ich die Target gehittet" (Bielefelds Joan Simun Edmundsson nach seinem 1:0-Siegtor gegen den 1. FC Köln in bestem Denglisch)

"Wimbledon zu gewinnen ist schwer. Nummer eins der Welt zu werden ist schwieriger. Drei Familien mit vier Kindern unter einen Hut zu bringen, ist die schwierigste Aufgabe meines Lebens."
(Tennis-Idol Boris Becker in seinem Podcast bei Amazon Music)

"Wenn wir die letzte Linie nicht gut durchsichern und die Räume nicht schließen, ist es egal. Dann schaut es nach einer Schneekette aus - einer kaputten."
(Adi Hütter auf die Frage, ob er gegen die Bayern mit Dreier-, Vierer- oder Fünferkette spielen wolle)

"Wer hat gesagt, dass die Serie vorbei ist? Das sind Fake News. Totale Fake News. Viele Leute haben mir erzählt, dass die Serie noch nicht vorbei ist. Ich rede die ganze Zeit mit Leuten, sie rufen mich an und sagen mir: 'Pop, die Serie ist nicht vorbei.'"
(Trainer Gregg Popovich von den San Antonio Spurs, erklärter Gegner von Donald Trump, redet ganz wie der US-Präsident, nachdem seine Spurs erstmals seit 1997 nicht in den Playoffs stehen)

"Wenn man die Augen zugemacht und die Ergebnisse beiseitegelegt hat, dann gab es eigentlich keinen Grund, nicht an Florian Kohfeldt festzuhalten."
(Werder Bremens Aufsichtsratsboss Marco Bode zum Festhalten am Trainer)

"Ja, ich kann euch mitteilen, dass Kai Havertz im nächsten Jahr bei Heracles Almelo spielt."
(Trainer Peter Bosz, mit einer gehörigen Portion Ironie, auf die Frage, ob die 1:2-Niederlage von Bayer Leverkusen das letzte Spiel von Kai Havertz im Trikot der Werkself gewesen sei)

"Bayern München hat noch nie einen Spieler angeworben, um einen seiner Konkurrenten zu schwächen."
(Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge im Interview mit dem Magazin "France Football", hier über den Wechsel von Tanguy Kouassi von Paris St. Germain nach München)

"Dann trinken wir ein Gläsle Wii und dann gehen wir ins Nescht."
(Freiburgs Trainer Christian Streich zu seinen Plänen für den Saisonabschluss)

"Wenn ich vom ersten Spieltag an gespielt hätte, hätte Milan den Scudetto gewonnen. Ich bin Klubpräsident, Trainer und Spieler, alles zusammen. Doch man bezahlt mich nur als Spieler, das ist der negative Aspekt."
(Der 38 Jahre alte Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic nach dem 4:2 gegen Juventus Turin zu seiner Bedeutung für den AC Mailand)

Max Eberl, Sportdirektor von Mönchengladbach

"Es fühlt sich tatsächlich für uns wie eine Meisterschaft an. Der Pokal ist nicht da, aber wir nehmen irgendwelche Blumenvasen und haben Biergläser in der Hand."
(Borussia Mönchengladbachs Sportchef Max Eberl zur Bedeutung der Champions-League-Qualifikation für seinen Klub)

"Wenn der Ball in meine Richtung kommt, wenn ich mich nicht groß bewegen muss, dann geht es noch ganz gut."
(Tommy Haas, früher die Nummer zwei der Welt, auf die Frage, wie es knapp fünf Wochen vor dem Einladungsturnier in Berlin um seine körperliche Fitness bestellt ist)

"Ich habe noch 500 Euro offen, weil ich meine Regenjacke oft auf dem Platz liegen lasse. Wenn ich das auch noch bezahlen muss, brauche ich einen Zweitjob." (Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann über die interne Geldstrafe für seine Gelbe Karte wegen Meckerns gegen Schalke)

"Er hat gewirkt wie ein Slalomläufer. Wenn er nicht ausschauen würde wie ein Japaner, hätte ich gedacht, er ist ein Österreicher, vielleicht ein guter Skifahrer."
(Adi Hütter über Daichi Kamada, der den zweiten Treffer beim 4:1-Sieg bei Hertha BSC mit einem sehenswerten Dribbling vorbereitete)

"Das war wie Alte Herren um 19.00 Uhr."
(Bayern-Profi Thomas Müller über die Atmosphäre beim Sieg bei Union Berlin)

sid | Stand: 25.12.2020, 12:36

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