Malaika Mihambo sichert sich bei den Finals in Berlin den sechsten deutschen Meistertitel im Weitsprung.

Nominierung Deutschland fährt mit 79-köpfigem Aufgebot zur Leichtathletik-WM

Stand: 02.07.2022 12:41 Uhr

Angeführt von Titelverteidigerin Malaika Mihambo fährt ein 79-köpfiges deutsches Team zu den Leichtathletik-Weltmeisterschaften nach Eugene (15. bis 24. Juli). Der deutsche Verband nominierte 40 Sportlerinnen und 39 Sportler.

Nicht dabei sein wird im US-Bundesstaat Oregon der Olympia-Zweite Jonathan Hilbert. Der Geher verzichtet nach einer gerade überstandenen Corona-Infektion auf einen Start. Mit den Heim-Europameisterschaften in München steht ab dem 15. August ein weiterer internationaler Höhepunkt an.

Weitsprung-Olympiasiegerin Mihambo ist erst am Schlusstag, dem 24. Juli, gefordert. Die 28-Jährige und Zehnkämpfer Niklas Kaul hatten vor drei Jahren in Doha für zwei deutsche Titel gesorgt, dazu gab es viermal Bronze.

Mihambo ist in diesem Jahr schon 7,09 Meter gesprungen. Beim Diamond-League-Meeting in Stockholm am Donnerstagabend (30.06.22) kam sie aber nicht über 6,72 Meter und Rang fünf hinaus. Kaul will sich nach Fußproblemen auf die EM konzentrieren.

Pudenz und Speerwerfer hoffen auf Medaillen

Für WM-Medaillen in Frage kommen in den Einzelwettbewerben vor allem auch Kristin Pudenz, die Olympia-Zweite im Diskus, sowie die Speerwerfer um den derzeit starken deutschen Meister Julian Weber. Johannes Vetter, in Doha WM-Dritter, kuriert momentan noch Schulterprobleme aus.

Auch Langstrecklerin Konstanze Klosterhalfen und Hindernisläuferin Gesa Krause, beim Saisoneinstand in Stockholm am Donnerstag nur Achte, waren zuletzt durch gesundheitliche Probleme ausgebremst. Sie holten vor drei Jahren ebenfalls jeweils WM-Bronze.

Die Führung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes hatte erst zuletzt bei den nationalen Meisterschaften in Berlin betont, dass die WM der wichtigste Wettkampf in diesem Jahr ist, trotz der EM im eigenen Land. Nach dem Abschneiden in Eugene richtet sich auch die künftige Förderung. Die EM im eigenen Land wird eher als emotionaler Höhepunkt der Saison gesehen.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | Sportschau | 15.07.2022 | 20:20 Uhr