Markus Rehm wartet vergeblich auf Grund für Olympia-Verbot

Darf nicht an Olympia für Nichtbehinderte teilnehmen: Markus Rehm.

Markus Rehm wartet vergeblich auf Grund für Olympia-Verbot

Bei Olympia wollte Markus Rehm um eine Medaille kämpfen, durfte aber nicht. Eine Begründung, warum er nicht antreten durfte, hat der Prothesensprinter trotz Nachfrage noch immer nicht bekommen.

Der dreimalige Paralympicssieger Markus Rehm wartet nach wie vor auf die Begründung des Internationalen Sportgerichtshof Cas, warum er nicht an den Olympischen Spielen in Tokio teilnehmen durfte. "Es hieß, bis zum 5. August gibt es eine Entscheidung. Heute ist der 11. und ich habe seitdem nichts gehört. Das ist ziemlich enttäuschend, wenn ich ehrlich bin", sagte der Prothesen-Weitspringer aus Leverkusen am Mittwoch.

Statt Olympia-Gold soll nun Paralympics-Gold her

Der 32-Jährige hatte in diesem Jahr mit 8,62 Metern die Qualifikationsnorm für die Sommerspiele deutlich erfüllt. Umstritten war jedoch, ob er durch seine Prothese einen Vorteil besitzt. Der DOSB meldete Rehm dem Internationalen Olympischen Komitee als Mitglied der deutschen Olympia­Mannschaft. Das IOC reichte den Fall weiter an den Leichtathletik-Weltverband, der Rehm jedoch keine Startberechtigung erteilte.

Auch der Gang zum Cas war danach nicht erfolgreich. "Das geht an einem nicht spurlos vorbei. Es war eine sehr intensive Zeit", sagte Rehm. "Von einer Instanz wie dem Cas hätte ich anderes erwartet. Dies hat mich ganz schön runtergezogen." Für die am 24. August beginnenden Paralympics ist Rehm dagegen hochmotiviert. "Mein Körper ist fit. Ich freue mich sehr darauf", erklärte er.

dpa | Stand: 11.08.2021, 20:09

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