Tore, Hallen, Titelträger - die Handball-EM in Zahlen

Das Trikot von Andreas Wolff in Nahaufnahme

Handball-EM

Tore, Hallen, Titelträger - die Handball-EM in Zahlen

Von Robin Tillenburg

Wie viele Zuschauer passen in die Hallen? Wer ist Rekord-Titelträger? Wie viele Tore fallen im Schnitt in so einem EM-Spiel? Ausgewählte Zahlen und Fakten zur Handball-EM.

Bei dem EM-Turnier in Kroatien spielen die vier Vorrundengruppen jeweils an einem eigenen Spielort - in Zagreb, Varazdin, Porec und Split. Die beiden Hauptrundengruppen spielen in Zagreb und Varazdin, die Finalrunde findet komplett in Zagreb statt. Ein ähnliches Modell gab es bereits 2014 und 2016.

Deutsche Vorrunde in der größten Halle

2016 in Polen war die Gesamtkapazität der Hallen deutlich höher als dieses Mal, 2014 in Dänemark war sie deutlich kleiner als in Kroatien. Der Zuschauerschnitt dürfte also diesmal zwischen 8.350 (2016) und 6.732 (2014) liegen.

Spanien scheiterte oft knapp

Insgesamt 28 Nationen konnten sich bisher für eine der zwölf Europameisterschaften seit 1994 qualifizieren - das zwischenzeitlich bestehende "Serbien und Montenegro" sowie Jugoslawien sind in dieser Zählung als eigene Nation gewertet. Debütanten gibt es beim 13. Turnier in Kroatien keine.

Rekord-Titelträger sind die Schweden, als größte "Pechvogel" könnte man Spanien bezeichnen. Trotz vier Finalteilnahmen konnten sie noch keinen Titel holen, zuletzt scheiterten die Iberer im Endspiel 2016 an Deutschland.

DHB 2016 "wie Phönix aus der Asche"

Die DHB-Auswahl ist Titelverteidiger, doch es lief nicht immer so rund für Deutschland. Vor nicht allzu langer Zeit gelang nicht einmal die Qualifikation. Bisher immer dabei waren allerdings auch nur Frankreich, Spanien und Kroatien. Die EM 2018 ist übrigens das erste Turnier ohne Russland.

Toreschnitt: Abwehrarbeit wird wieder etwas wichtiger

Durch Regeländerungen und eine andere Ausbildung der Spieler hat sich auch der Toreschnitt pro Partie verändert. Die Entwicklung von ziemlich wenigen Toren zu einem zwischenzeitlichen "Hoch", als Tempohandball wichtiger war als die Abwehrarbeit, bis zum heutigen Stand ist übrigens ein Phänomen, das sich nicht nur bei Europameisterschaften beobachten lässt. Auch in der Bundesliga verlief die Kurve ähnlich.

Torjäger: Ballermann Lazarov

Rekord-Torjäger bei einem einzelnen Turnier ist der Mazedonier Kiril Lazarov. Der inzwischen 37 Jahre alte Linkshänder erzielte 2012 sagenhafte 61 Treffer. Dabei absolvierte sein Team sogar nur sieben der eigentlich insgesamt möglichen acht Spiele.

Dass der Mann, der inzwischen in der französischen Liga in Nantes spielt, dabei deutlich mehr Versuche brauchte als seine Kollegen auf den vorderen Plätzen, sei aber auch erwähnt.

Stand: 11.01.2018, 08:52

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