DHB-Team auf Kniffe der spanischen Abwehr vorbereitet

Kühn und Drux bei einer Abwehrakton gegen den Niederländer Sluijters

Handball-EM, Vorrunde

DHB-Team auf Kniffe der spanischen Abwehr vorbereitet

Nach dem Auftaktsieg gegen die Niederlande wartet Titelverteidiger Spanien auf die deutsche Handball-Nationalmannschaft - und damit ein ganz anderes Kaliber. Auf die Tricks der spanischen Abwehr sei man vorbereitet, sagte Kapitän Uwe Gensheimer.

Der alles in allem recht gelungene Auftakt der DHB-Mannschaft bei der Europameisterschaft ist abgehakt. Der Blick geht nach vorne auf das zweite Spiel in der Gruppenphase, wo es gegen die Spanier am Samstag (11.01.2020, 18.15 Uhr live im Ersten und bei sportschau.de) wohl zum vorweggenommenen Endspiel um den Gruppensieg kommt. Waren die Deutschen bei der Turnierpremiere gegen die Holländer noch klarer Favorit, geht es nun gegen einen mindestens gleichwertigen Gegner.

Kromer: "Wir haben auch große Namen"

"Das wird ein ganz anderes Brett", sagte Rückraumspieler Kai Häfner nach der Turnierpremiere ins ARD-Mikrophon, "wir müssen in allen Bereichen ein paar Prozente drauflegen, sonst wird das nichts".

Auch Axel Kromer, der DHB-Sportdirektor, erwartet ein packendes Duell, wie er im ARD-Morgenmagazin sagte: "Spanien ist wie wir Top-Favorit in dieser Gruppe. Das ist eine riesengroße Handball-Nation. Wir gehen in dieses Spiel mit dem Wissen, dass ein großer Gegner wartet, aber wir haben auch große Namen." Vielleicht sei es ein Vorteil, meinte Kromer, dass die Spanier den neu zusammengestellten Kader der DHB-Mannschaft nicht so gut kennen würden wie andersherum.

Handball-EM: Deutschland gewinnt den Turnierstart gegen die Niederlande Morgenmagazin 10.01.2020 01:30 Min. Verfügbar bis 10.01.2021 Das Erste

Die Partie hat auch mit Blick auf die Hauptrunde eine große Bedeutung. Aus den sechs Vorrundengruppen ziehen die ersten beiden Mannschaften in die Hauptrunde ein. In diese nehmen sie nur die Punkte mit, die sie gegen das andere weiterziehende Team aus ihrer Gruppe geholt haben. Bei einem Sieg würde Deutschland wahrscheinlich mit 2:0 Punkten weitergehen, vorausgesetzt das dritte Spiel gegen Lettland wird auch gewonnen.

"Am Täuschen und Sinken"

Wieder von Beginn an am Start gegen Spanien ist Kapitän Uwe Gensheimer, der nach seiner Roten Karte gegen die Niederlande drei Viertel des Spiels von der Tribüne erlebte. Auch für den Linksaußen ist klar, dass eine Leistungssteigerung her muss. "Wir müssen mit voller Überzeugung 60 Minuten auf das Tor der Spanier gehen. Das war gegen die Niederlande nicht immer der Fall", sagte Gensheimer. Man könne auch gegen die Spanier gewinnen, wenn man sich vor allem deren Abwehrspiel anschaue. "Sie sind oft am Täuschen und Sinken und wollen provozieren, dass man bei den Würfen zögert. Da ist gefragt, dass man hundertprozentig aufs Tor geht", fordert Gensheimer.

Im jüngsten Aufeinandertreffen der beiden Rivalen bei einem Großturnier gelang das gut. Bei der WM im eigenen Land vor einem Jahr setzte sich die Mannschaft von Prokop mit 31:30 in einem dramatischen Duell im letzten Hauptundenspiel durch. Deutschland hatte damit das Halbfinalticket gesichert, Spanien bleib nur die Platzierungsrunde. Insgesamt liegt Spanien allerdings im Vergleich gegen die Deutschen mit 9:5 vorne.

Handball - Prokop: "Haben verschiedene Stresssituationen bestanden" Sportschau 09.01.2020 06:15 Min. Verfügbar bis 09.01.2021 Das Erste

mick mit dpa, sid | Stand: 10.01.2020, 12:11

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