Corona: THW Kiel vorerst ohne Sagosen und Weinhold

Sander Sagosen vom THW Kiel beim Siebenmeter.

Handball

Corona: THW Kiel vorerst ohne Sagosen und Weinhold

Der THW Kiel muss vorerst auf die Rückraumspieler Sander Sagosen und Steffen Weinhold verzichten. Wie der Rekordmeister vor dem Champions-League-Spiel heute Abend gegen Pick Szeged mitteilte, können "beide nach einem Impfdurchbruch nicht eingesetzt werden".

Beide Spieler seien positiv auf das Coronavirus getestet worden, sie befinden sich in Quarantäne. Die Partien gegen den ungarischen Meister sowie das Topspiel in der Handball-Bundesliga am Sonntag gegen Tabellenführer SC Magdeburg sollen aber wie geplant ausgetragen werden. "Das kommt zur Unzeit", sagte THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi: "Das ist eine Woche, auf die wir uns sehr gefreut haben."

Weitere Impfdurchbrüche im Team erwartet der 43-Jährige nicht. Linkshänder Weinhold hatte bereits in der vergangenen Woche die Königsklassen-Partie gegen den HC Zagreb (36:28) verpasst und war ebenso wie der Norweger Sagosen auch beim 21:21 gegen Pokalsieger TBV Lemgo nicht dabei. Wie lange die beiden Schlüsselspieler fehlen werden, steht noch nicht fest. "Die Ausfallzeiten sind schwer einzuschätzen", so Szilagyi.

THW-Coach Jicha: "Wahres Schlüsselspiel"

Mit dem THW und Szeged treffen heute (18.45 Uhr) zwei internationale Hochkaräter in Kiel aufeinander. Beide Clubs werden als heiße Kandidaten auf die ersten beiden Plätze in der Staffel A gehandelt. THW-Coach Filip Jicha spricht von einem "wahren Schlüsselspiel". Szilagyi schätzt "Szeged und Aalborg als die stärksten Gegner in dieser Gruppe ein". Derzeit liegen die "Zebras" auf Rang zwei - zwischen dem dänischen und dem ungarischen Meister.

Im Frühling hatten die Kieler das Achtelfinale mit zwei 33:28-Siegen für sich entschieden, seither sammelte der kommende Gegner aber viel Selbstvertrauen, was sich in der vierten ungarischen Meisterschaft nach 1996, 2007 und 2018 widerspiegelt.

Die spanische Trainer-Legende Juan Carlos Pastor baute nun mit Linkshänder Kent-Robin Tönnesen und Linksaußen Alexander Blonz noch norwegische Elemente in sein Team ein. Doch ausgerechnet gegen den norwegischen Vertreter Elverum setzte es zuletzt eine überraschende Heimniederlage. "Das, was wir und andere erleben, gehört zu den Ups und Downs einer Saison", sagte Jicha.

Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 20.10.2021 | 23:03 Uhr

NDR | Stand: 20.10.2021, 09:24

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