HSV Hamburg holt Handball-Nationaltorwart Bitter nach Hause

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HSV Hamburg holt Handball-Nationaltorwart Bitter nach Hause

Johannes Bitter kehrt zur nächsten Saison zum HSV Hamburg zurück. Am Montag teilte der Handball-Zweitligist den Transfercoup mit und stellte den Nationaltorwart gleich offiziell vor. Für den 38-Jährigen ist die Rückkehr an die Elbe eine Herzensangelegenheit.

"Ich bin super froh, wieder hier zu sein. Alle wissen, wie sehr ich an Hamburg hänge", sagte Bitter, der aktuell beim Bundesligisten TBV Stuttgart unter Vertrag steht. Der Routinier unterschrieb bei den Hanseaten einen ligaunabhängigen Kontrakt bis 2026. "Als Spieler", wie Geschäftsführer Sebastian Frecke mit einem Lachen betonte.

Gleichwohl soll Bitter, der am Sonntag Gast im NDR Sportclub sein wird, in den kommenden fünf Jahren auch vereinsinterne Aufgaben übernehmen. Er soll helfen, "den wirtschaftlichen Bereich weiterzuentwickeln und die Netzwerke auszubauen", sagte Club-Präsident Marc Evermann. Genaue Pläne gibt es aber noch nicht.

"Dieser Handball-Standort muss wieder ins Rampenlicht."
— Johannes Bitter

Sein HSV-Comeback wird Bitter wohl in der Bundesliga geben. Die Hanseaten führen die Zweite Liga zurzeit an und haben gute Aussichten, den Sprung ins Oberhaus zu schaffen. "Das ist eine Mannschaft, die hervorragend funktioniert", sagte Bitter. Er stellte allerdings klar, dass die Erste Liga bei seiner Zusage keine Pflicht gewesen sei. "Hier entsteht etwas ganz Neues, etwas Gutes", sagte der Top-Torwart. "Mir persönlich ist es total egal, ob in einem Jahr, in drei Jahren oder in fünf Jahren wieder ans Tor nach oben geklopft wird." Bitter will Teil der Hamburger Handball-Aufbruchstimmung sein und soll das junge, unerfahrene Team führen. "Das sehe ich als große Herausforderung, die mir Spaß macht."

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Über eine Fortsetzung seiner Nationalmannschafts-Karriere hat Bitter noch nicht nachgedacht. "Im März steht erst einmal die Qualifikation an. Es wäre toll, noch einmal bei Olympia zu spielen." Über alles Weitere müsse später entschieden werden.

Nach HSV-Insolvenz nach Stuttgart

Der 38-Jährige hatte schon von 2007 bis 2016 in der Hansestadt gespielt. Nach der Insolvenz des alten HSV Hamburg schloss sich der Weltmeister von 2007 den Stuttgartern an, für die er die vergangenen fünf Jahre in der Bundesliga aktiv war.

Angebot des FC Barcelona ausgeschlagen

Die Rückholaktion ist ein Coup für den HSV, da Bitter auch ein Angebot des spanischen Topclubs FC Barcelona auf dem Tisch hatte. Dort hätte der Torwart weitaus mehr verdienen können als bei seinem Ex-Club. Allerdings sprachen auch die privaten Umstände für die Rückkehr an die Elbe. Bitters Familie lebt immer noch in Hamburg und seine Firma für Nahrungsergänzungsmittel hat ihren Sitz in Tangstedt.

Auch Schwalb kehrt zurück

Sportlich trifft der Routinier beim HSV Hamburg zudem auf alte Weggefährten. Mit dem aktuellen HSV-Trainer Torsten Jansen hat Bitter nicht nur gemeinsam WM-Gold geholt. Die beiden triumphierten mit den Hamburgern auch 2010 im DHB-Pokal, gewannen 2011 die deutsche Meisterschaft und 2013 die Champions League. Trainer war jeweils Martin Schwalb, der derzeit den Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen betreut. Der HSVH-Vizepräsident wird seinen Trainer-Job in Mannheim nach der Saison aufgeben und als Sportchef ab dem Sommer wieder in das operative Geschäft bei den Hanseaten einsteigen.

HSV-Rückkehrer Bitter: "Ich bin happy, dass es geklappt hat" Verfügbar bis 15.02.2022

Dieses Thema im Programm:
Sport aktuell | 15.02.2021 | 10:25 Uhr

NDR | Stand: 15.02.2021, 20:20

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