Flensburg-Handewitt trotzt Ausfällen und siegt in Bukarest

Mads Mensah Larsen von der SG Flensburg-Handewitt (r.)

Handball | Champions League

Flensburg-Handewitt trotzt Ausfällen und siegt in Bukarest

Von Florian Neuhauss

Die SG Flensburg-Handewitt hat ihren Aufwärtstrend in der Handball-Champions-League fortgesetzt. Die Norddeutschen siegten bei Dinamo Bukarest am Ende genauso verdient wie deutlich 28:20 (13:13) - und das trotz großer personeller Probleme.

Die Flensburger hatten kurz vor der Partie nach fünf Impfdurchbrüchen auch noch den erneuten Ausfall von Magnus Röd gemeldet. Dem Norweger machen Knieprobleme zu schaffen. Ein herber Schlag für die ohnehin verletzungsgeplagten Schleswig-Holsteiner, die somit mit Röd, Simon Hald, Jim Gottfridsson und Hampus Wanne kurzfristig auf gleich vier Leistungsträger verzichten mussten. In Abwesenheit des ebenfalls positiv getesteten Trainer-Duos Maik Machulla/Mark Bult betreute Oberliga-Coach Michael Jacobsen das Team.

"Das zeigt einmal mehr, welchen Charakter, welche Einstellung und welches Herz diese Mannschaft hat."
— SG-Coach Maik Machulla

Im Hinspiel hatte die SG bereits mit sieben Toren Vorsprung gewonnen, mit Selbstvertrauen gingen sie dann auch am Donnerstagabend das Geisterspiel in Rumänien an, bei dem nur die Familien der Dinamo-Spieler als Zuschauer in der Halle waren. Dank einer bärenstarken zweiten Hälfte war der rumänische Meister um den Ex-Kieler Christian Dissinger kein Maßstab mehr. Der Sieg war auf dem Weg ins Achtelfinale der "Königsklasse" fast schon überlebenswichtig.

Flensburg und Bukarest in Hälfte eins fehlerhaft

Aushilfscoach Jacobsen sah zu Beginn der Partie eine konzentrierte Vorstellung Der Flensburger. Angeführt von Mads Mensah Larsen bot die SG den Rumänen die Stirn. In der neunten Minute traf Johannes Golla auf Vorlage des Spielmachers zum 6:4. Doch mit fortlaufender Spielzeit leisteten sich nicht nur die Hausherren, sondern auch die Flensburger immer wieder leichte Fehler. Sowohl in der Deckung als auch im Abschluss. In Überzahl gerieten die Gäste in Rückstand (7:9/14.).

Stenogramm Dinamo Bukarest - SG Flensburg-Handewitt 20:28 (13:13)

Tore für Bukarest: Ghionea 5/1, Nantes 5, Mamdouh Shebib 4, Alouini 1, Gavriloaia 1, Gurbindo 1, Mousavi 1, Pascual Garcia 1, Racotea 1
Tore für Flensburg: Mensing 9, Jakobsen 5, Larsen 5, Einarsson 4, Golla 3, Lindskog 1, Svan 1
Strafminuten: 4 / 8

Dinamos algerischer Keeper Khalifa Ghedbane wurde immer besser. Auf der anderen Seite hielt Benjamin Buric einen Siebenmeter von Torjäger-Routinier Valentin Ghionea (18.). So ging es hin und her, in der Schlussminute der ersten Hälfte traf Flensburgs Lasse Svan zum 13:13 - es sollte sein einziges Tor bleiben.

Torhüter Buric und Torjäger Mensing überragend

Nach dem Seitenwechsel allerdings sah es ganz anders aus. Der deutsche Vizemeister drehte mächtig auf. Trotz zweier Zeitstrafen zu Beginn der zweiten Hälfte setzte sich Flensburg-Handewitt kontinuierlich ab: Emil Jakobsen traf zum 18:15 (42.), Aaron Mensing baute den Vorsprung auf vier Tore aus (19:15/43.) und Teitur Einarsson erhöhte fünf Minuten später auf sechs (22:16). Seinen Anteil hatte mit fast 50 Prozent gehaltener Bälle auch Buric. Weil zudem Jakobsen und Mensing, der am Ende auf neun Tore kam, in der Schlussphase fast nach Belieben trafen, feierten die Flensburger einen deutlichen Sieg.

Nach dem Ausfall der Partie bei Hannover-Burgdorf geht es für die Schleswig-Holsteiner am Sonntag (16 Uhr) gegen die HSG Wetzlar weiter. Auch in der Bundesliga darf sich die SG keine Patzer mehr leisten.

Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 25.11.2021 | 23:03 Uhr

NDR | Stand: 26.11.2021, 09:50

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