Handball-Bundesliga: Kiel an Berlin vorbei, Spielausfälle wegen Corona

Tim Kneule (Göppingen) und Kiels Hendrik Pekele im Kampf um den Ball

Handball | Bundesliga

Handball-Bundesliga: Kiel an Berlin vorbei, Spielausfälle wegen Corona

Der THW Kiel hat in der Handball-Bundesliga den dritten Sieg in Folge eingefahren und ist in der Tabelle auf den zweiten Platz vorgerückt. Die Coronavirus-Pandemie sorgt derweil erneut für Spielausfälle.

Kiel gewann bei Frisch Auf Göppingen mit 38:26 (20:15) und steht mit nun mit 18:6 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz. Niclas Ekberg führte die Kieler mit elf Toren zum wichtigen Sieg im Kampf um die Spitzenplätze.

Die punktgleichen Füchse waren zuvor gegen den Abstiegskandidaten TVB Stuttgart nicht über ein 32:32 (12:16) hinausgekommen. Für die Berliner ist es bereits das dritte Liga-Spiel in Folge ohne Sieg.

Spiel des SC Magdeburg abgesagt

Das Spiel des unangefochtenen Tabellenführers SC Magdeburg gegen den TuS N-Lübbecke musste dagegen aufgrund eines Corona-Ausbruchs beim verlustpunktfreien SCM abgesagt werden. Wie der Verein bekannt gab, wurden in den vergangen Tagen sechs Personen positiv getestet.

Ein Nachholtermin steht noch nicht fest. Schon am Samstag war die Begegnung des Vizemeister SG Flensburg-Handewitt bei der TSV Hannover-Burgdorf aufgrund mehrerer Coronafälle bei der SG abgesagt worden. Vier Personen seien betroffen.

Unklar, ob europäische Begegnungen stattfinden

Wie es für die Mannschaften im Spielbetrieb kurzfristig weitergeht, ist noch unklar. Beide Klubs sind unter der Woche eigentlich in internationalen Wettbewerben gefordert.

Der SCM soll am Dienstag in der European League bei IK Sävehof in Schweden antreten, die SG in der Champions League bei Dinamo Bukarest in Rumänien. Ob diese Spiele ausgetragen werden, hängt auch an den Entscheidungen der Europäischen Handballföderation (EHF).

HBL-Geschäftsführer Bohmann: "Gehen auf Nummer sicher"

Liga-Geschäftsführer Frank Bohmann verteidigte die Absagen. "Unsere Maßgabe lautet: Die Gesundheit steht über allem. Wir gehen auf Nummer sicher", sagte der 57-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

Für Kritik und Missstimmung aus Hannover angesichts der Kurzfristigkeit hat Bohmann Verständnis, doch an der Richtigkeit der Maßnahme zweifelt er nicht. Die Entscheidung der Absage traf die HBL alleine und nicht auf Anordnungen von Gesundheitsämtern.

Dabei wurden sogar die eigenen Regeln übergangen. Denn nach den Statuten des Ligaverbands müssen Mannschaften antreten, wenn die Hälfte des Lizenzspieler-Kaders einsatzfähig ist. Das wäre sowohl bei Magdeburg als auch bei Flensburg der Fall gewesen.

Bei der HBL will man nun Maßnahmen ergreifen. "Alle Mannschaften kümmern sich um Booster-Termine", sagte Bohmann zu den Impfbemühungen der Klubs.

red/sid/dpa | Stand: 21.11.2021, 18:30

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