Die Spieler vom SC Magdeburg jubeln nach dem Sieg der European League

Handball | European League Magdeburgs Konkurrenten beim Final Four der European League

Stand: 26.05.2022 08:50 Uhr

Die Handballer des SC Magdeburg gehen am Samstag (28.05.2022) als Titelverteidiger und Favorit in das Final Four der European League in Lissabon. Die Konkurrenz kommt aus Kroatien, Portugal und Polen - ein Überblick.

Die European League ist der zweithöchste Klubwettbewerb des europäischen Handball-Verbandes EHF hinter der Champions League und vor dem European Cup. Bei den Männern ist er eine deutsche Domäne: Von 39 Titelträgern kamen 25 aus der Bundesliga.

1981 war der VfL Gummersbach der erste Titelträger. Zuletzt gewann 2021 der SC Magdeburg - er könnte am Wochenende seinen Titel verteidigen und zum alleinigen Rekordsieger aufsteigen. Aktuell liegt er mit vier Siegen gleichauf mit Frisch Auf Göppingen und THW Kiel.

Der Zeitplan

Am Samstag, 28. Mai, stehen zwei Halbfinalspiele an: SC Magdeburg gegen RK Nexe um 16 Uhr, Orlen Wisla Plock gegen Benfica Lissabon um 18.30 Uhr.

Am Sonntag spielen zunächst die Halbfinal-Verlierer um 16.30 Uhr um Platz drei. Das Finale steigt um 18 Uhr.

Die Teilnehmer

Der SC Magdeburg spielt eine bärenstarke Saison und liegt in der Bundesliga bei sechs Punkten Vorsprung und noch vier ausstehenden Spielen klar auf Meisterkurs. Unter Trainer Bennet Wiegert spielen die Magdeburger in beinahe jedem Spiel begeisternden Tempo-Handball. "Sie haben starke Torleute und eine gute Abwehrarbeit", sagt Ex-Bundestrainer Heiner Brand.

RK Nexe aus Kroatien ist für Magdeburg ein alter Bekannter. Bereits in der Vorrunde trafen die beiden Teams aufeinander. Magdeburg gewann das Hinspiel im Dezember mit 32:26, das Rückspiel im März mit 28:24. Der Bundesliga-Tabellenführer ist also im Halbfinale Favorit, aber auch gewarnt: Besonders in der ersten Hälfte des Rückspiels war Nexe ein hartnäckiger Gegner.

Wisla Plock ist siebenfacher polnischer Meister und hätte fast einen achten Titel folgen lassen. Doch am Montag verlor Plock in einem hitzigen und dramatischen letzten Saisonspiel im Siebenmeterwerfen gegen Lomza Vive Kielce. Dessen Schlussmann, Nationaltorwart Andreas Wolff, zeigte dabei eine überragende Leistung. Wisla Plock agierte also auf Augenhöhe mit einem Final-Four-Teilnehmer der Champions League und unterstrich damit seine Titel-Ambitionen in der European League.

Benfica Lissabon hat nach einer bitteren Niederlage gegen Porto kaum noch Chancen auf den Titel in der portugiesischen Liga, muss möglicherweise auch Stadtrivale Sporting vorbeiziehen lassen. Der Traditionsklub dürfte mit frenetischer Unterstützung von den Rängen allerdings ein unbequemer Gegner sein.

Der Spielort

Die Altice Arena in der Lissaboner Gemeinde Parque das Nacoes ist eine Mehrzweckhalle mit einer Kapazität von bis zu 20.000 Zuschauern. Lokalmatador Benfica dürfte einen klaren Heimvorteil haben: Vereinsmitglieder von Benfica zahlen für ein Turnierticket nur 15 Euro - und damit 60 Euro weniger als alle anderen.