Kai Häfner

Handball | EM

Fünf neue Coronafälle beim DHB - Prominente Nachrücker

Stand: 17.01.2022, 22:47 Uhr

Corona-Ausbruch im DHB-Team: Die deutschen Handballer haben bei der EM in Ungarn und der Slowakei fünf weitere Coronafälle zu beklagen. Die Nachrücker haben prominente Namen.

Torhüter Andreas Wolff, Rückraumspieler Kai Häfner, Rechtsaußen Timo Kastening, Linksaußen Lukas Mertens und Spielmacher Luca Witzke wurden am Montag positiv auf das Virus getestet. Dies teilte der Deutsche Handballbund (DHB) am Montagabend (17.01.22) mit. 

Nur kurze Zeit später verkündete der DHB auch die Nachrücker. Torwart Johannes Bitter (HSV Hamburg), Linksaußen Rune Dahmke (THW Kiel), Sebastian Firnhaber (HC Erlangen) sowie die Rückraumspieler Paul Drux und Fabian Wiede (Füchse Berlin) werden am Dienstag nach Bratislava reisen. Drux hatte zunächst auf die Teilnahme an der EM verzichtet, weil er sich nach einer Knieverletzung noch nicht fit genug fühlte. Wiede verzichtete aus persönlichen Gründen, will nun aber offenbar aushelfen.

Nachnominierte brauchen zwei negative Testergebnisse

Unklar ist, ob die Nachnominierten schon beim letzten Vorrundenspiel gegen Polen am Dienstag (18 Uhr, Live-Ticker auf sportschau.de) mitwirken können. Sie müssen nach EHF-Angaben einen negativen PCR-Test vorweisen und sich nach Ankunft in Bratislava zusätzlich einem Antigen-Schnelltest unterziehen.

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Ob die Partie überhaupt stattfindet, ist ebenfalls noch nicht sicher. Die EHF hat zwar festgelegt, dass ein Team mit maximal 16 Spielern antreten darf. Eine Minimalzahl gibt es aber nicht. "Sollten es jetzt signifikant weniger sein, würden wir uns das natürlich anschauen", sagte EHF-Mediendirektor Thomas Schöneich der Sportschau. "Spielfähigkeit heißt ja nicht nur Anzahl der Spieler, sondern Spielfähigkeit heißt auch Sicherheit allgemein. Eine letztendliche Entscheidung obliegt dem Turniermanagement."

EHF und DHB befänden sich in engem Autausch, sagte Schöneich. "Beide Parteien arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung, dass dieses Spiel auch stattfinden kann." Auch das polnische Team hat mit einem Corona-Ausbruch zu kämpfen. Acht Spieler, von denen sieben in Bratislava positiv getestet worden sind, fehlen wegen Infektionen.

Vorher Kühn und Wagner positiv

Das betroffene deutsche Quintett begab sich in Isolation und wird im letzten Gruppenspiel gegen Polen am Dienstag nicht einsatzfähig sein. Für das deutsche Team sind es die Coronafälle drei bis sieben. Zuvor waren bereits Julius Kühn und Hendrik Wagner positiv getestet worden. Auch Wagner war schon nachnominiert worden und erhielt den Befund am Montag nach seiner Ankunft in Bratislava.

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Alle weiteren Delegationsmitglieder haben sich unmittelbar nach Bekanntwerden der Ergebnisse auf ihre Zimmer im Teamhotel zurückgezogen.

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Quelle: dpa/sid/red

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