Johannes Bitter nach der Niederlage gegen Spanien

Handball | EM

EM: DHB bietet Spielern psychologische Hilfe wegen Coronachaos an

Stand: 20.01.2022, 21:53 Uhr

Der Deutsche Handballbund (DHB) hat seinen Nationalspielern aufgrund der Ausnahmesituation bei der EM in der Slowakei psychologische Hilfe angeboten.

"Jeder für sich kann die Wahl treffen, ein Gespräch mit einem Psychologen zu führen", bekräftigte DHB-Sportvorstand Axel Kromer nach dem 23:29 zum Hauptrundenstart gegen Titelverteidiger Spanien am Donnerstag (20.01.22). 

Die Handballer isolieren sich aufgrund von mittlerweile elf Coronafällen bei der Europameisterschaft derzeit weitestgehend. Nur zu Spielen und für Trainingseinheiten verlassen die Spieler von Bundestrainer Alfred Gislason ihre Einzelzimmer im Hotel in Bratislava. Kromer bezeichnete die Situation für die Mannschaft als "nicht schön" und "beklemmend". Bislang habe allerdings kein Akteur das Angebot wahrgenommen.

"Größtes Handballteam aller Zeiten"

Durch Nachnominierungen befinden sich mittlerweile 28 deutsche Handballer in der slowakischen Hauptstadt. "Wir sind das größte Handballteam aller Zeiten bei einer Meisterschaft, die Trophäe können wir gewinnen - da brauchen wir aber nicht stolz drauf sein", sagte Kromer.

Der Funktionär berichtete zudem, dass der DHB am Donnerstag ein negatives PCR-Testergebnis von Julius Kühn erhalten hat. Fällt beim 2016er-Europameister, der im deutschen Lager als erster Spieler positiv getestet worden war, der Befund einer weiteren Analyse negativ aus, könnte er schon für das zweite Hauptrundenspiel am Freitag (20.30 Uhr/ZDF) gegen Norwegen in den Kader zurückkehren.

Medizincheck vor Freigabe zur Rückkehr

Zuvor, das bekräftigte Kromer, werde aber ein medizinischer Check durchgeführt. Erst nach einer Beurteilung durch einen Internisten und Kardiologen werde der Spieler für eine Rückkehr freigegeben. "Wir werden in keinster Weise auf die Mediziner einwirken", betonte Kromer.

Quelle: red/sid

Darstellung: