THW Kiel beendet in Skopje seine Erfolglos-Serie

Kiels Niklas Landin jubelt gegen Barcelona.

Handball | Champions League

THW Kiel beendet in Skopje seine Erfolglos-Serie

Von Christian Görtzen

Der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel hat die Trendwende geschafft. Nach wettbewerbsübergreifend drei Spielen in Folge ohne Sieg gewannen die "Zebras" am Mittwoch in der Champions League beim HC Vardar Skopje mit 29:26 (10:13).

Dieser Erfolg beim nordmazedonischen Meister vor einem frenetischen Publikum ist nicht nur gut für das Selbstvertrauen, er macht sich auch in der Tabelle der Gruppe A der "Königsklasse" bezahlt. Das Team von Trainer Filip Jicha rückte am sechsten Spieltag mit jetzt 9:3 Punkten auf den zweiten Platz vor. Sollten die Kieler auch nach dem 14. Spieltag auf einem der ersten beiden Plätze stehen, würden sie direkt ins Viertelfinale einziehen. Für den Dritten, Vierten, Fünften und Sechsten der Achtergruppe geht es ins Achtelfinale.

Kiel ohne Wiencek mit holprigem Start

Jicha musste vor 3.000 Zuschauern im "Hexenkessel" von Skopje ohne drei Stützen seines Teams auskommen. Dass Sander Sagosen und Steffen Weinhold aufgrund von Corona-Impfdurchbrüchen ausfallen würden, war schon deutlich im Vorfeld der Partie klar gewesen. Am Mittwoch reiste zudem Kreisläufer Patrick Wiencek aus familiären Gründen vorzeitig zurück nach Kiel. Seinen Platz im Mittelblock an der Seite von Hendrik Pekeler nahm Pavel Horak ein.

Drei Tage nach der Niederlage im Bundesliga-Spitzenspiel gegen den SC Magdeburg legten die "Zebras" in der nordmazedonischen Hauptstadt einen holprigen Start hin. Es wurden zahlreiche Torchancen vergeben, unter anderem scheiterten Rune Dahmke und Sven Ehrig in 1:1-Situationen an Vardar-Torhüter Martin Tomovski. Dass sich Skopje nicht entscheidend absetzen konnten, hatten die Norddeutschen vor allem ihrem Torwart Niklas Landin zu verdanken.

Vardar Skopje - THW Kiel 26:29 (13:10)

Tore Skopje: Dibirow (10/5), G. Nyokas Zalamou (2), Stoilov (2), Cuni Morales (2), Toto (2), Gadza (2), Taleski (2), Georgievski (1), A. Nyokas Zalamou (1), Diallo (1), Kuduz (1)
Tore Kiel: Duvnjak (7), Ekberg (6/4), Pekeler (6), Reinkind (3), Dahmke (3), Zarabec (2), Landin Jacobsen (1), Horak (1)
Zuschauer: 3.000

Allmählich aber fingen sich die Kieler, agierten konzentrierter und trafen. Pekeler sorgte mit dem 7:6 (17.) für die erste Führung. Nur: So ging es nicht weiter. Vardar wurde von den eigenen Fans angetrieben und legte in der ersten Hälfte einen starken Schlussspurt hin. Kiel ging mit einem 10:13 in die Pause.

THW mit großer Entschlossenheit nach der Pause

Den "Zebras" gelang es nach Wiederbeginn, die Partie zu beruhigen. Sie machten es den Gastgebern mit einer 3-2-1-Deckung schwer, und vorne wurden bei 7:6-Überzahl die Möglichkeiten weitaus entschlossener genutzt. Domagoj Duvnjak sorgte für das 18:18 (42.) - und dann legten Pekeler und Dahmke zwei weitere Treffer zum 20:18 (44.) nach. Letzterer sorgte wenig später mit einem Wurf ins leere Tor für die erste Drei-Tore-Führung (23:20/48.).

Diesen Vorsprung verteidigten die Schleswig-Holsteiner. Niclas Ekberg machte knapp drei Minuten vor der Sirene per Siebenmeter mit dem 28:25 alles klar. Erfolgreichster Kieler war Kapitän Duvnjak mit sieben Treffern.

Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 27.10.2021 | 23:03 Uhr

NDR | Stand: 28.10.2021, 06:30

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