SG Flensburg-Handewitt: Champions League als Aufbauhilfe

Flensburgs Jim Gottfridsson (M.) setzt sich gegen zwei Gegenspieler vom FC Porto durch.

Champions League

SG Flensburg-Handewitt: Champions League als Aufbauhilfe

Von Jan Kirschner

Einmal quer durch Europa: Die SG Flensburg-Handewitt gastiert heute Abend um 20.45 Uhr beim FC Porto. "Es tut vielleicht ganz gut, jetzt Champions League zu spielen", sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke.

Nach der glatten Niederlage in Kiel und aufgrund der anhaltenden Personalsorgen wertete es der 63-Jährige als kleinen Trost, dass die Schleswig-Holsteiner im September nicht mehr in der Bundesliga, sondern nur noch im europäischen Wettbewerb antreten müssen. Erst in Portugal und kommende Woche gegen Paris.

Machulla warnt vor Porto

Dazwischen liegt sogar ein freies Wochenende, etwas Regeneration lockt. Der Abstecher nach Südeuropa könnte überdies befreiend und aufbauend wirken. "Allerdings ist auch da kein positives Erlebnis garantiert", verwies SG-Trainer Maik Machulla auf die Stärken des Gegners. "In der vergangenen Saison ist Porto gegen Aalborg nur ganz knapp ausgeschieden." Das war im Achtelfinale; im Viertelfinale musste Flensburg gegen Aalborg ebenfalls die Segel streichen.

Jetzt steht der deutsche Vize-Meister vor dem "Kellerduell" der Staffel B. Während die Flensburger zum Auftakt dem FC Barcelona mit 21:25 unterlagen, zog der portugiesische Champion beim ukrainischen Vertreter Saporoschje mit 27:30 den Kürzeren. Der FC Porto setzt auf den Stamm der Nationalmannschaft und hat nicht weniger als sieben Olympia-Starter Portugals in seinen Reihen. "In der Champions League zu spielen, ist die Erfüllung eines Traums", sagte Rückraum-Ass Rui Silva. "Es ist eine Herausforderung, gegen die besten Spieler der Welt anzutreten."

Personelle Lage weiter angespannt

Vor zwölf Monaten hatten die Flensburger Porto klar mit 36:29 beherrscht. Das war allerdings in eigener Halle. Das Auswärtsspiel kam nicht zu Stande, weil im Februar Portugal ein Corona-Hochrisiko-Gebiet war. Die SG verzichtete auf die Reise und bekam letztlich zwei Minuspunkte aufgebrummt. Nun hat sich die Lage am Atlantik entspannt. Die Personal-Situation der SG allerdings nicht. Weiterhin fehlen mit Lasse Möller (Knorpelschaden), Franz Semper (Reha nach Kreuzbandriss), Göran Sögard (Leisten-Beschwerden) und Magnus Röd (Anriss der Patellasehne) vier Rückraumspieler.

Zudem droht auch Anton Lindskog auszufallen. Der schwedische Kreisläufer klagte über Magen-Darm-Probleme und trat die Reise nach Porto nicht an. Machulla kündigte an, den 27-Jährigen am Donnerstag eventuell nachkommen zu lassen.

Dieses Thema im Programm:
NDR 2 Sport | 23.09.2021 | 23:03 Uhr

NDR | Stand: 23.09.2021, 08:57

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