Flensburg bleibt an Kiel dran - Nordhorn-Lingen gewinnt Abstiegskrimi

Hampus Wanne (l.) und Johannes Golla von der SG Flensburg-Handewitt

Handball-Bundesliga

Flensburg bleibt an Kiel dran - Nordhorn-Lingen gewinnt Abstiegskrimi

Die SG Flensburg-Handewitt hält im Titelkampf der Handball-Bundesliga mit dem Dauerrivalen THW Kiel Schritt. Der Vizemeister fuhr am Sonntag ein durchaus hart erarbeitetes 29:25 (15:11) beim Schlusslicht HSC 2000 Coburg ein und bleibt damit punktgleich (51:5) Zweiter der Tabelle.

Den in dieser Saison ausschlaggebenden direkten Vergleich hat Spitzenreiter Kiel bereits für sich entschieden. Der Norweger Goran Sogard war mit sieben Treffern bester Werfer gegen Coburg, zehn Spieltage vor Saisonschluss bleiben die beiden Topteams auf Augenhöhe.

Kiel schon am Samstag siegreich

Im Fernduell mit Flensburg konnte der THW Kiel am Samstagabend (15.05.2021) vorlegen. Der Tabellenführer kam gegen den HBW Balingen-Weilstetten zu einem 38:34-Arbeitssieg. Kreisläufer Hendrik Pekeler war mit sieben Treffern erfolgreichster Schütze bei den "Zebras". Für die Gäste war Tim Nothdurft achtmal erfolgreich.

Kiel wieder mit Sagosen

Angesichts des eng getakteten Spielplans gönnte THW-Trainer Filip Jicha einigen Stammkräften zunächst eine Ruhepause. Im Tor begann Dario Quenstedt, auf den Außenpositionen starteten Malte Voigt und Sven Ehrig. Sander Sagosen war dagegen nach seinem fiebrigen Infekt wieder im Einsatz.

Oskar Sunnefeldt vom THW Kiel versucht die Abwehr von Balingen zu überwinden.

Die ersatzgeschwächt angereisten Balinger nutzten die Abstimmungsprobleme bei den "Zebras" und erarbeiteten sich eine 5:3-Führung (6.). Auch das Kieler Zwischenhoch zum 12:9 (16.) konterte der HBW, der fast durchgehend mit dem siebten Feldspieler agierte, mit einem Vier-Tore-Lauf zum 13:12 (19.). Nach knapp 20 Minuten reagierte Jicha und brachte in Harald Reinkind und Niclas Ekberg erfahrenere Akteure.

Balingen blieb aber auch nach dem Seitenwechsel giftig, ging durch René Zobel wieder mit 25:24 (37.) in Führung und hielt bis in die Schlussphase hinein den Anschluss. Erst beim 35:32 (56.) durch Rune Dahmke war die Entscheidung zugunsten der Kieler gefallen.

Nordhorn-Lingen gewinnt Krimi gegen den Abstieg

Im Abstiegskampf feierte die HSG Nordhorn-Lingen einen wichtigen Sieg beim direkten Konkurrenten Eulen Ludwigshafen. Beim 28:26 (15:12) führte Georg Pöhle die Niedersachsen mit acht Toren zum Sieg. Nordhorn-Lingen zog mit dem Tabellennachbarn nach Pluspunkten gleich, beide Teams liegen drei Zähler hinter dem rettenden Ufer auf einem Abstiegsplatz.

Magdeburg weiter im Formtief

Der SC Magdeburg befindet sich weiter im Formtief. Bei der knappen 33:34 (14:18)-Niederlage gegen den SC DHfK Leipzig setzte es die dritte Niederlage in den vergangenen vier Spielen für das Team von Trainer Bennet Wiegert. Der SCM verpasst durch die Niederlage den Sprung auf Platz drei, die Leipziger springen vorerst auf Rang zehn.

Heimpleite für Rhein-Neckar Löwen

Die Rhein-Neckar Löwen mussten eine überraschende 26:30-Pleite gegen HC Erlangen einstecken. Jerry Tollbring war mit acht Toren erfolgreichster Schütze des Spiels, konnte die Heimniederlage der Löwen aber nicht abwenden. Bei den Gästen ragte Sebastian Firnhaber mit sieben Treffern heraus.

Füchse Berlin mit glücklichem Unentschieden

Hannovers Trainer Antonio Carlos Ortega steht mit geschlossenen Augen am Spielfeldrand.

Die Füchse Berlin hatten sich bereits am Donnerstag zu einem glücklichen Unentschieden in der Handball-Bundesliga gekämpft. Marko Kopljar erzielte bei der TSV Hannover-Burgdorf wenige Sekunden vor Schluss das 27:27 für den Hauptstadtklub. Zur Pause hatten die Niedersachsen noch mit 13:12 in Führung gelegen. Das Team von Trainer Carlos Ortega, der mit dem spanischen Spitzenclub FC Barcelona in Verbindung gebracht wird, verpasste es aber, den vierten Sieg in Serie über die Zeit zu bringen.

Melsungen nur remis in Minden

Spannend machte es auch die MT Melsungen. Nationalspieler Kai Häfner rettete den Nordhessen in letzter Sekunde noch ein 30:30 (15:12) beim TSV GWD Minden.

Im Tabellenkeller feierten die Eulen Ludwigshafen mit dem 28:22 (13:14) über den Bergischen HC den siebten Saisonsieg. Allerdings beträgt der Abstand zur Nicht-Abstiegszone für die Eulen, für die Hendrik Wagner sieben Treffer erzielte, noch immer drei Punkte.

TuSEM Essen ohne Chance in Göppingen

Nichts zu holen gab es im Kampf um den Ligaverbleib dagegen für TuSEM Essen beim 27:35 (13:17) bei Frisch Auf Göppingen sowie die HSG Nordhorn-Lingen, die bei der HSG Wetzlar eine 26:35 (9:20)-Niederlage kassierte. Für Göppingen war Marcel Schiller 13-mal erfolgreich.

Keine Probleme hatte der TBV Lemgo Lippe beim 35:29 (19:15) über den TVB Stuttgart.

Statistik

Handball · 1. Bundesliga · 30. Spieltag 2020/2021

Donnerstag, 13.05.2021 | 19.00 Uhr

Wappen TSV Hannover-Burgdorf

TSV Hannover-Burgdorf

Ebner, Lesjak – Cehte (2), Donker, Martinovic (2), Mävers (2), Böhm (4), Feise, Hanne (5), Jönsson (1), Kuzmanovski – J. Hansen (5/2), Krone (1), Büchner (2) – Brozovic, Pevnov (3)

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Wappen Füchse Berlin

Füchse Berlin

F. Genz, Milosavljev – Kopljar (3), Wiede (1), Ernst, Holm (1), Michalczik (1), Andersson (2), Drux (5), Gojun (1) – Chrintz, Lindberg (9/3), Keskic, Matthes (2) – Koch (2), Marsenic

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Fakten und Zahlen zum Spiel

TSV Hannover-Burgdorf Füchse Berlin
Siebenmeter 3 Würfe, 2 Treffer 3 Würfe, 3 Treffer
Strafminuten 4 Min. 6 Min.

Schiedsrichter:

  • C. vom Dorff (Kaarst), F. vom Dorff (Kaarst)

Stand der Statistik: Donnerstag, 13.05.2021, 20:58 Uhr

dpa | Stand: 15.05.2021, 20:30

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