Handball

Deutschland arbeitet sich zum Sieg

Deutschlands Jannik Kohlbacher beim Torwurf

Testspiel gegen Tschechien

Deutschland arbeitet sich zum Sieg

Die deutschen Handballer sind sechs Tage vor dem Start in die Heim-WM noch deutlich von einer weltmeisterlichen Form entfernt. Tschechien erwies sich als unbequemer Gegner.

Im vorletzten Testspiel setzte sich die DHB-Auswahl am Freitag (04.01.2019) in Hannover zwar mit 32:24 (17:13) gegen Tschechien durch. Gegen die Gäste zeigte die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop vor 9.967 Zuschauern aber über weite Strecken eine eher durchwachsene Leistung.

"Wir sind sehr positiv, das Spiel hat auch wichtige Erkenntnisse gebracht. Wir haben uns aus Schwächephasen immer wieder rausgekämpft, das war sehr wichtig", sagte Prokop in der ARD, und Kapitän Uwe Gensheimer meinte: "Wir sind mit viel Lust in das Spiel gegangen, als wir die Atmosphäre gespürt haben. Wir hatten noch die ein oder anderen Abstimmungsprobleme, aber an den Kleinigkeiten arbeiten wir. Wir haben sehr viel Potenzial im Team."

Löchrige deutsche Defensive

Gensheimer war mit zehn Treffern bester Werfer seines Teams, das am Sonntag (14 Uhr) in Kiel gegen Argentinien die WM-Generalprobe bestreitet. Das WM-Eröffnungsspiel findet vier Tage später in Berlin gegen Korea statt. Zwei Spieler wird Prokop bis Sonntag noch aus seinem aktuell 18-köpfigen Aufgebot streichen. Empfehlungsschreiben für ein WM-Ticket gaben gegen die nicht für die WM qualifizierten Tschechen aber nur wenige ab.

Selbst der ansonsten sichere Kapitän Gensheimer vergab nicht nur in den Anfangsminuten aus besten Positionen. Überraschend war aber vor allem der über weite Strecken unkonzentrierte Auftritt der deutschen Defensive. Lediglich Torhüter Andreas Wolff präsentierte sich in den Anfangsminuten stark.

DHB-Testspiel gegen Tschechien - Stimmen und die Analyse Sportschau 04.01.2019 09:44 Min. Verfügbar bis 01.01.2020 Das Erste

Rätselhafter Auftritt

Prokop versuchte den Auftritt des deutschen Teams zwar mit allerlei Gestik und Mimik zu korrigieren. Souverän agierte seine Mannschaft aber nur in der Endphase, als der Vorsprung gegen nachlassende Tschechen kontinuierlich ausgebaut wurde. In der ersten Hälfte hatte sich das Offensivspiel der Gastgeber mit der Hereinnahme von Kreisläufer Jannik Kohlbacher verbessert. Bis zur Pause erspielten sich die Gastgeber einen Vier-Tore-Vorsprung.

Ansonsten blieb der deutsche Auftritt in vielfacher Hinsicht rätselhaft. Zu den besten Akteuren zählten neben Gensheimer und Kohlbacher vor allem der im zweiten Durchgang auftrumpfende Keeper Silvio Heinevetter. Die beiden Wackelkandidaten Tim Suton und Franz Semper konnten sich dagegen nicht für ein WM-Ticket empfehlen. Beide kamen lediglich in der zweiten Halbzeit zu Kurzeinsätzen, in denen sie allerdings keine besonderen Akzente setzten. Etwas Stabilität gewann das deutsche Spiel erst in den letzten zehn Minuten.

Das Wichtigste zur Handball-WM in Deutschland und Dänemark Sportschau 03.01.2019 01:04 Min. Verfügbar bis 03.01.2020 Das Erste

dpa/sid/red | Stand: 04.01.2019, 17:53

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