Handball

Dänemark krönt sich zum Handball-Weltmeister

Dänemark - Norwegen 31:22

Dänemark krönt sich zum Handball-Weltmeister

Dänemarks Handballer haben ihre sensationelle Heim-WM gekrönt und sind mit einer Gala-Vorstellung erstmals auf den WM-Thron gestürmt.

Die Mannschaft um Superstar Mikkel Hansen ließ im heimischen Herning Deutschland-Bezwinger Norwegen beim 31:22 (18:11) überhaupt keine Chance und beendete damit eine schwarze Serie eindrucksvoll. Die Dänen hatten zuvor alle ihre drei WM-Finals verloren.

"Ich kann das nicht beschreiben. Ich bin kurz vorm Heulen im einen und megastolz im anderen Augenblick. Jetzt brauche ich einfach ein großes Bier", sagte der überwältigte Trainer Nikolaj Jacobsen mit seiner Tochter auf dem Arm dem dänischen Sender TV2: "Das hier ist das Größte für mich. Das hier ist unbeschreiblich und fantastisch."

Hansen bester Werfer

Bester Werfer des Olympiasiegers beim zehnten Sieg im zehnten Turnierspiel war Hansen mit sieben Toren. Mit 72 Treffern wurde das Rückraum-Ass auch WM-Torschützenkönig. Zudem war in dem einseitigen Endspiel auf den bärenstarken Torhüter Niklas Landin vom deutschen Rekordmeister THW Kiel Verlass.

Für Norwegen war es das zweite verlorene WM-Finale in Folge, doch nach dem Halbfinalerfolg gegen Co-Gastgeber Deutschland (31:25) tröstete sich die Mannschaft von Trainer Christian Berge immerhin mit der zweiten Medaille der Geschichte.

Norwegens Sagosen unter Kontrolle

Angepeitscht von der Mehrzahl der 15.000 Zuschauer hielten die Dänen dem immensen Erwartungsdruck von Beginn an stand und erwischten einen glänzenden Start. In der 14. Minute ging der zweimalige Europameister mit 9:5 in Führung, die Halle kochte und erstmals kreiste La Ola durch die seit Monaten ausverkaufte Arena. Die Ticketpreise auf dem Schwarzmarkt lagen bei über 2000 Euro.

Wie schon beim Vorrundensieg gegen den Vize-Weltmeister (30:26) hatten die Dänen den norwegischen Antreiber Sander Sagosen ganz gut im Griff, Landin parierte zudem mehrmals stark. Hansen hielt sich mit eigenen Abschlüssen zunächst zwar zurück, der Teamkollege des deutschen Kapitäns Uwe Gensheimer bei Paris St. Germain führte aber geschickt Regie und traf viele richtige Entscheidungen.

In einen Rausch gespielt

Die dänsiche Bank jubelt im Finale der Handball-WM

Die dänsiche Bank jubelt im Finale der Handball-WM

Bis zur Pause spielte sich das Team von Jacobsen, der auch die Rhein-Neckar Löwen betreut, in einen Rausch und warf eine beruhigende Sieben-Tore-Führung heraus. Die dänischen Fans feierten schon in der Halbzeitpause ausgelassen eine rot-weiße Party.

Diese ging auch im zweiten Durchgang weiter. Der variable dänische Rückraum war wie schon bei der Halbfinal-Gala in Hamburg gegen Titelverteidiger Frankreich (38:30) nicht zu stoppen. Die Folge war eine 24:15-Führung (45.), die Entscheidung war damit gefallen. Die letzten Minuten waren ein Schaulaufen des neuen Weltmeisters vor seinen begeisterten Fans.

Statistik

Handball · Weltmeisterschaft

Sonntag, 27.01.2019 | 17.30 Uhr

Flagge Dänemark

Dänemark

Green, N. Landin – Oris Nielsen (1), Larsen (4), Markussen, Olsen (5), Schmidt (4), Möllgaard – Lindberg, Svan (4), M. Hansen (7/2), M. Landin (3), Mortensen – Hald Jensen, Toft, Zachariassen (3)

31
Flagge Norwegen

Norwegen

Bergerud, Christensen – E. L. Hansen, Röd (2), Tangen, Reinkind (1), O´Sullivan, Sagosen (3/1), Johannessen (3) – Björnsen (2), Blonz, Jöndal (9/1) – Gullerud, Myrhol (1), Overby (1), Jakobsen

22

Fakten und Zahlen zum Spiel

Dänemark Norwegen
Siebenmeter 3 Würfe, 2 Treffer 4 Würfe, 2 Treffer
Strafminuten 6 Min. 6 Min.

Zuschauer:

  • 15.003

Schiedsrichter:

  • Gubica (Kroatien), Milosevic (Kroatien)

Stand der Statistik: Sonntag, 27.01.2019, 19:21 Uhr

red/sid/dpa | Stand: 27.01.2019, 18:57

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