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WM-Countdown - Strobel wünscht Glück, Kroatien ist sauer

Handball-WM, Hauptrunde

WM-Countdown - Strobel wünscht Glück, Kroatien ist sauer

Der verletzte Handball-Nationalspieler Martin Strobel hat sich aus dem Krankenhaus gemeldet, sich für die Unterstützung nach seinem WM-Aus bedankt und seinen Kollegen viel Glück für die Partie am Mittwochabend (20.30 Uhr, live im Ersten und bei sportschau.de) gegen Spanien gewünscht.

"Ich bin sprachlos über die vielen Nachrichten und Genesungswünsche", schrieb der 32-Jährige unter einem Foto von sich im Bett auf Instagram. "Danke #Berlin und #Köln, dass ich das mit diesem TEAM erleben durfte. Der Weg ist noch nicht zu Ende Männer!"

Sechs bis acht Monate Pause

Der Spielmacher hatte sich beim 22:21-Sieg gegen Kroatien das Kreuzband und das Innenband im linken Knie gerissen. Die Operation sei gut verlaufen, teilte der behandelnde Kniespezialist Jörg Richter mit. "Da neben dem Kreuzband weitere Strukturen im Kniegelenk betroffen sind, wird die Rehabilitation etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen", sagte Richter in einer Mitteilung der Klinik für Sportorthopädie in Markgröningen.

Für Strobel, der mit einer Pause von sechs bis acht Monaten rechnet, wurde der 22-jährige Tim Suton nachnominiert.

Kroatien beschwert sich

Dass Deutschland nun in der Kölnarena im Halbfinale steht, hat der kroatische Verband noch nicht verwunden - und aufgrund vermeintlicher Fehlentscheidungen der Schiedsrichter beim Duell gegen den Co-Gastgeber einen Beschwerdebrief an den Handball-Weltverband IHF geschrieben. Das bestätigte der Verband Spiegel Online. Einen offiziellen Protest gegen die 21:22-Niederlage gebe es allerdings nicht.

Ihrem Beschwerdebrief fügten die Kroaten einen Videozusammenschnitt mutmaßlicher Fehlentscheidungen der dänischen Schiedsrichter bei. "Die Schiedsrichter haben ihren Job nicht gut gemacht heute. Unser Team hatte heute nicht die gleichen Chancen wie Deutschland. Das ist die dritte WM, bei der wir um unsere Chance betrogen wurden", hatte der kroatische Trainer Lino Cervar nach der Begegnung in Köln gesagt. Die Schiedsrichter hatten sich am Tag nach dem Spiel gegenüber dem dänischen Fernsehsender TV2 kritisch über ihre Leistung geäußert.

Drei Gegner möglich

Für die Deutschen sind je nach Ausgang ihrer Partie gegen Spanien und den Begegnungen in der Hauptrundengruppe 2 noch drei Gegner möglich: Dänemark, Schweden und Norwegen. Holt das DHB-Team mindestens einen Punkt gegen die Iberer, steht der Gruppensieg fest - damit träfe die Mannschaft auf den Zweiten der Parallelgruppe.

Am frühen Abend verbesserte sich die Ausgangslage sogar noch: Durch den 23:20-Sieg der Kroaten in ihrem letzten Gruppenspiel gegen Frankreich kann sich Deutschland nun sogar eine Niederlage mit sieben Toren Unterschied erlauben und ist trotzdem Erster.

Prokop über Halbfinalgegner: "Wir nehmen es so wie es kommt" Sportschau 22.01.2019 00:52 Min. Verfügbar bis 22.01.2020 Das Erste

ch/sid/dpa | Stand: 23.01.2019, 19:37

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