Handball

Deutsche Handballer feiern hohen Sieg gegen Polen

Fabian Böhm (M) aus Deutschland geht neben Maciej Gebala (l) und Marek Szpera (r) aus Polen zum Sprungwurf hoch.

Deutschland - Polen 35:23

Deutsche Handballer feiern hohen Sieg gegen Polen

29 Tage vor Beginn der WM im eigenen Land haben Deutschlands Handball-Männer das letzte Länderspiel des Jahres gegen Polen klar mit 35:23 (16:13) gewonnen. Der schwungvolle Auftritt vor 4489 Zuschauern in der ausverkauften Rostocker Stadthalle brachte Bundestrainer Christian Prokop wichtige Erkenntnisse bei der Formierung seiner WM-Mannschaft.

Beim Sieg waren Matthias Musche mit sechs Toren sowie Tobias Reichmann, Hendrik Pekeler, Steffen Fäth und Marcel Schiller (alle 4) die besten Schützen auf deutscher Seite.

Prokop hatte angekündigt, "ein bisschen WM-Feeling" verbreiten zu wollen. Das gelang aber erst nach der Pause.

Spielfluss leidet unter häufigen Wechseln

In der ersten Halbzeit hatte die deutsche Abwehr noch einige Löcher. Nach dem Seitenwechsel kamen die Hausherren besser zurecht. Für Glanzlichter sorgten auch die beiden Torhüter Andreas Wolff und Silvio Heinevetter, die je eine Halbzeit spielten und teils spektakuläre Paraden zeigten. "Unsere zweite Halbzeit war deutlich aggressiver, wir haben williger verteidigt und Polen zu Fehlern gezwungen, auch das Tempospiel war dann besser", sagte Prokop.

Prokop wechselte häufig, um taktische Varianten und Blöcke zu testen. Darunter litt mitunter der Spielfluss.

Die Polen, die sich für die WM nicht qualifiziert haben, waren zudem ein hartnäckiger Rivale. Und die Deutschen mussten ohne ihren Kapitän auskommen. Linksaußen Uwe Gensheimer wurde von seinem Verein Paris Saint-Germain nicht freigestellt. Ihn vertraten Schiller von Frisch Auf Göppingen und der Magdeburger Musche, der mit 152 Treffern die Bundesliga-Torschützenliste anführt.

Handball-Nationalspieler Matthias Musche: "Wir müssen demütig bleiben"

Sportschau 11.12.2018 01:46 Min. ARD

Weitere Tests Anfang Januar

Torgefahr strahlte auch Fäth auf der linken Rückraumposition aus. Patrick Groetzki wusste bei schnellen Gegenstößen zu gefallen.

Die Partie war nicht der letzte Test vor dem WM-Start. Zu Jahresbeginn schließen sich Spiele gegen Tschechien am 4. Januar in Hannover und gegen Argentinien am 6. Januar in Kiel an, bevor die DHB-Auswahl am 10. Januar in Berlin die Eröffnungspartie gegen eine gesamtkoreanische Auswahl bestreitet. Die weiteren WM-Gegner in der Vorrunde sind Brasilien (12. Januar), Russland (14. Januar), Frankreich (15. Januar) und Serbien (17. Januar).

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, 12.12.18, 22.50 Uhr

red/dpa/sid | Stand: 12.12.2018, 20:44

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