Testspielsieg für deutsche U21-Debütanten

U21-Nationalspieler Baku (r.) im Testspiel gegen Griechenland

U21-Test

Testspielsieg für deutsche U21-Debütanten

Die runderneuerte deutsche U21-Nationalmannschaft hat 67 Tage nach dem verlorenen EM-Endspiel gegen Spanien einen gelungenen Neustart hingelegt.

Die Elf von Trainer Stefan Kuntz gewann am Donnerstag (05.09.2019) in Zwickau ein Testspiel gegen Griechenland verdient mit 2:0 (1:0) und tankte Selbstvertrauen für das erste Qualifikationsspiel zur EM 2021 am Dienstag in Wales. Die Tore erzielten Lukas Nmecha vom VfL Wolfsburg (25.) und Niklas Dorsch vom 1. FC Heidenheim (58.).

Nmecha war von Kuntz erst in diesem Jahr zu einem Wechsel vom englischen zum deutschen Verband überredet worden. Für ihn war es der erste Treffer im DFB-Trikot. Die Griechen mussten ab der 37. Minute wegen einer Roten Karte gegen Alexandros Katranis mit neun Feldspielern auskommen.

19 Debütanten dabei

Zur zweiten Hälfte kam eine komplett neue deutsche Elf aufs Feld. Für das Experiment in Zwickau hatte Kuntz 19 Debütanten berufen. In Torwart Markus Schubert (Schalke 04), Johannes Eggestein (Weder Bremen) und Nmecha waren nur noch drei Spieler aus dem EM-Kader dabei, die alle zur Startelf gehörten. Eggestein führte die DFB-Elf als Kapitän aufs Feld.

Vor 4.512 Zuschauern tat sich die deutsche Mannschaft zunächst schwer und agierte nervös. Gegen die laufstarken Griechen fehlte es im Spielaufbau an Kreativität, die Spielzüge der Gastgeber waren oft durchschaubar. Ein Freistoß von Tim Handwerker (1. FC Nürnberg) und ein abgefälschter Distanzschuss von Eggestein brachten zunächst die einzige Gefahr.

Agu legt für Nmecha auf

Erst als sich Rechtsverteidiger Felix Agu (VfL Osnabrück) erstmals bis zur Torlinie durchsetzen konnte, wurde es sofort brandgefährlich. Seine genau Flanke verlängerte Nmecha aus kurzer Distanz zum 1:0. Kurz danach hätte Dzenis Burnic auf 2:0 erhöhen können, doch der Dresdner wartete zu lange mit dem Abschluss.

Glück hatten die DFB-Elf, als der niederländische Schiedsrichter Dennis Gigler Griechenlands Katranis wegen Notbremse gegen Nmecha Rot zeigte. Nach der harten Entscheidung kam aber endlich Leichtigkeit in die Aktionen der deutschen Elf, die nun die ganze Breite des Feldes nutzte und bis zur Pause einen Angriff auf den nächsten startete.

Die zur zweiten Halbzeit komplett neuformierte deutsche Elf zeigte ebenfalls viel Einsatz und Spielfreude und drängte früh auf das 2:0. Das besorgte schließlich Dorsch nach starker Einzelleistung. In der Folge blieb der Vize-Europameister am Drücker und vergab beste Chancen zu einer höheren Führung. Auch konnte sich Griechenlands Schlussmann Marios Siampanis mit einigen Paraden auszeichnen.

Thema in: Morgenmagazin, Das Erste, Freitag, 06.09.2019, ab 5.30 Uhr.

red; sid; dpa | Stand: 05.09.2019, 20:21

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