Fußball-EM: Englands Regierung hofft auf volle Stadien

Das leere Wembley-Stadion

EURO 2020

Fußball-EM: Englands Regierung hofft auf volle Stadien

Die EM-Spiele in London sollen vor Zuschauern stattfinden - Englands Sportminister hofft sogar auf ein ausverkauftes Wembley-Stadion.

Wie die "Times" berichtet, sollen die Spiele im Londoner Wembley-Stadion vor vielen Fans stattfinden. Möglich machen soll das ein Mix aus Teststrategie und einem Impfpass.

Englands Sportminister Nigel Huddleston sagt im Interview mit der Zeitung, er sei optimistisch, dass viele Fans im Stadion dabei sein könnten. Ausverkaufte Arenen könne er aber nicht garantieren.

10.000 Fans ab Mai

Nach der derzeitigen Planung will die englische Regierung ab Mitte Mai wieder 10.000 Zuschauer zu Events zulassen, heißt es. Am 21. Juni, zehn Tage nach EM-Start, könnten dann alle Einschränkungen zurückgenommen werden.

Man wolle einen Sommer mit Freude und dass Menschen wieder etwas genießen können, so Huddleston gegenüber der "Times". Er wolle die Stadien so voll wie möglich haben. Moralische und logistische Dinge müssten dabei aber auch berücksichtigt werden.

Was macht München?

Damit dürfte auch München als deutscher Austragungsort zunehmend unter Druck geraten, die von der UEFA geforderte Zuschauer-Garantie für die EM zu erfüllen. Laut der offiziellen Sprachregelung der Stadt München ist ein Rückzug des deutschen Standortes nämlich "kein Thema".

St. Petersburg plant mit 50 Prozent Auslastung

Das Stadion in St. Petersburg

Das Stadion in St. Petersburg

Bereits am Donnerstag (25.03.2021) wurden die Planungen aus St. Petersburg, eine der zwölf Gastgeberstädte, öffentlich. Trotz der Coronapandemie wird hier mit einer Auslastung des Stadions von 50 Prozent geplant, so das russische Organisationskomitee. "Wir blicken optimistisch auf die EURO. Wir haben bereits eine Vereinbarung, die Tribünen zu 50 Prozent zu füllen", sagte der Direktor des russischen OKs, Alexej Sorokin, der staatlichen Nachrichtenagentur "RIA Novosti".

Auch Kopenhagen plant mit Fans

Ebenfalls mit Zuschauern wird im Parken-Stadion in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen geplant. Die Regierung habe beschlossen, mindestens 11.000 bis 12.000 Zuschauer für die geplanten vier Spiele zuzulassen. Dies teilte die Kultur- und Sportministerin Joy Mogensen in einer Erklärung mit.

"Wir haben auch die DBU (Dänischer Fußballverband/d. Red.) und die UEFA informiert, dass es notwendig sein könnte, Zuschauer zu verbieten, wenn es eine große Verbreitung der Infektion gibt, die es medizinisch unvertretbar machen würde, Zuschauer zuzulassen", ergänzte Mogensen jedoch.

Der dänische Fußballverband DBU reagierte erfreut und hofft auf noch mehr Fans: "Das ist ein großer und sehr wichtiger Schritt, dass wir diesen Sommer ein Fußballfest veranstalten und die Gemeinschaft im Parken und in ganz Dänemark spüren können", sagte DBU-Direktor Jakob Jensen laut einer Mitteilung.

St. Petersburg will auch ausländische Fans zulassen

Das Stadion in St. Petersburg bietet 61.000 Zuschauern Platz. Dort sollen drei Spiele der Gruppe B ausgetragen werden. Belgien gegen Russland, Finnland gegen Russland und Finnland gegen Belgien - sowie ein Viertelfinale.

Die Organisatoren arbeiten gar daran, "ausländische Fans willkommen zu heißen", betonte Sorokin. Dies sei von den Behörden nicht abgelehnt worden, fügte er hinzu. Sorokin sei sich sicher, dass die Partien "mit einem Minimum an möglichen Einschränkungen" ausgetragen werden könnten.

Ceferin fordert Spiele mit Zuschauern

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hatte mit seiner Forderung nach Zuschauern in den Stadien in Zeiten der Corona-Pandemie zuletzt für Verwunderung gesorgt. Jeder Ausrichter müsse garantieren, dass Fans zu den Spielen dürften, hatte Ceferin erklärt. Die Entscheidung über das Format der Endrunde wird wohl frühestens beim UEFA-Kongress am 20. April fallen.

Europacup-Reisen und Zuschauerpläne bei der EM sorgen für Unverständnis Sportschau 21.03.2021 04:52 Min. Verfügbar bis 21.03.2022 Das Erste

dpa/sid | Stand: 29.03.2021, 10:34

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