UEFA legt Zuschauerzahlen für EURO 2021 früh fest

Das Logo der Euro 2020 am Hauptquariter der UEFA in Nyon

Planungen zur UEFA Euro 2021

UEFA legt Zuschauerzahlen für EURO 2021 früh fest

Die UEFA plant für die EURO 2021 im nächsten Jahr mit vier verschiedenen Corona-Szenarien für ihre zwölf Spielorte. Am 5. März wird bereits eine definitive Regelung getroffen, wie viele Zuschauer in die einzelnen EM-Stadien dürfen.

Der europäische Fußballverband UEFA hat die Details am Freitag (27.11.2020) bekannt gegeben. Das erste Szenario basiert demnach auf der Annahme, Corona im kommenden Sommer soweit im Griff zu haben, dass in vollen Stadien gespielt werden kann.

Das zweite Szenario nennt sich: "new normal" - neue Normalität - und sieht eine Stadionauslastung von 50 bis 100 Prozent vor. Zum Einsatz kämen hier beispielsweise noch Corona-Schnelltests, die Verpflichtung zum Tragen einer Maske oder aber auch das Verbot von internationalen Fans, abhängig von der Corona-Situation vor Ort.

Vier Corona-Szenarien für die UEFA EURO 2020

Sportschau 27.11.2020 01:26 Min. Verfügbar bis 27.11.2021 ARD Von Marcus Tepper


Einheimische Besucher könnten bevorzugt werden

Möglich ist also, dass nur einheimische Zuschauer in einer Stadt zugelassen werden, wo beispielsweise die Corona-Lage unter Kontrolle ist. Mit einem negativen Test könnten dann entweder nur einheimische Besucher ins Stadion. Oder 50 Prozent der Stadionkapazität werden mit internationalen Fans gefüllt.

Daran knüpft das dritte Szenario an: Hier dürfte nur rund ein Drittel der Zuschauerplätze in den Stadien besetzt werden. Im vierten, dem düstersten Szenario, würde komplett ohne Zuschauer gekickt werden, also Geisterspiele.

Flickenteppich an Lösungen möglich

Bis 5. März 2021 will die UEFA festlegen, an welchem der zwölf Spielorte welches Szenario im kommenden Sommer zum Einsatz kommt. Maßgeblich dafür ist der Verlauf der Corona-Pandemie. Die Festlegung für die zwölf Spielorte von Bilbao bis Baku, Bukarest bis Dublin soll dann verbindlich sein.

Dabei kann es gut sein, dass es einen paneuropäischen Flickenteppich geben wird, je nachdem, wie die Corona-Lage vor Ort ist: Spiele mit Zuschauern an Orten mit geringen Infektionszahlen, leere oder nur zu einem Drittel gefüllte Stadien dort, wo Corona das öffentliche Leben weiterhin fest im Griff hat.

Der Entschluss soll nicht mehr angetastet werden

Die von der UEFA am 5. März getroffene Entscheidung soll definitiv sein. Sollte München also beispielsweise wegen zu hoher Inzidenzwerte zu Geisterspielen verdonnert werden, gibt es keine spätere Zulassung für eine Öffnung der Arena, nur weil im April oder Mai die Corona-Zahlen rückläufig sind. Lediglich im umgekehrten Fall, wenn sich also die Pandemielage zum Spieltag hin verschlechtert, könnte die Zuschauerkapazität herabgesenkt werden.

Die UEFA ist offenbar bestrebt, an der Austragung des Turniers in zwölf Spielorten festzuhalten. Mit einer frühen Festlegung drei Monate vor Turnierstart soll eine gewisse Planungssicherheit für alle Beteiligten, vor allem aber auch die Fans, geschaffen werden.

red | Stand: 27.11.2020, 13:05

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