Ukraine bei der Euro 2020

Ukraine – Schewtschenko und die überragende EM-Qualifikation

Der Star bei der Ukraine ist der Trainer: Andrej Schewtschenko. Mit ihm lief es für die Ukrainer zuletzt bestens, besonders bei der Qualifikation für die EURO. Wissenswertes zur Ukraine.

Bisherige EM-Teilnahmen

Anzahl2
Größte ErfolgeTeilnahmen 2012, 2016 und 2020
Letzte EM (2016 in Frankreich)Aus in der Vorrunde

Der Weg zur EURO 2020

Vor Titelverteidiger Portugal qualifizierten sich die Ukrainer überraschend souverän für die EURO 2020. Die Osteuropäer holten selbst gegen die starken Portugiesen aus zwei Spielen vier Punkte (0:0 in Portugal, 2:1 in Kiew) und mussten in den acht Qualifikationsspielen keine einzige Niederlage hinnehmen. Insbesondere in der Defensive präsentierte sich die Ukraine stark – insgesamt kassierte man nur vier Gegentore. Bei Gegnern wie Luxemburg oder Litauen mag das nicht die allergrößte Errungenschaft sein, doch neben Portugal war auch das höher zu bewertende Serbien Mitglied der Qualifikationsgruppe B.

Der Schlüsselspieler: Oleksandr Zinchenko

Oleksandr Zinchenko | Bildquelle: Vitalii Kliuiev / imago images

Beim Premier-League-Meister Manchester City ist Oleksandr Zinchenko keiner der absoluten Leistungsträger – ganz anders sieht es hingegen bei der ukrainischen Nationalmannschaft aus. Hier ist der Blondschopf der wohl wichtigste Mann, führte seine Elf bei den WM-Qualifikationsspielen gar als Kapitän auf das Feld. Während Zinchenko in Manchester in der Regel die linke Seite beackert, ist der als Spaßvogel geltende Linksfuß bei der Ukraine im Zentrum gesetzt. Mit seiner Zweikampfstärke sowie dem Offensivdrang ist der 24-Jährige auf der Sechserposition im Spiel der Ukraine unersetzbar.

Der Trainer: Andrej Schewtschenko

Andrej Schewtschenko | Bildquelle: Newspix / imago images

Der eigentliche Star bei den Ukrainern ist der Trainer: Andrej Schewtschenko. In 111 Einsätzen für die Ukraine hat der Mittelstürmer 48 Tore für sein Land erzielt und ist damit Rekordtorschütze seines Landes. Seine beste Zeit als Spieler hatte Schewtschenko bei AC Mailand, wo er 2003 Champions-League-Sieger wurde und ein Jahr später italienischer Meister. Als Trainer ist der 44-Jährige erst seit 2016 aktiv – zunächst als Co-Trainer stieg er direkt bei der ukrainischen Nationalmannschaft ein. Nach dem Vorrundenaus bei der EM 2016 wurde Schewtschenko zum Chefcoach befördert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und der verpassten WM-Qualifikation stabilisierte sich die Mannschaft unter Schewtschenko und ließ beispielsweise im Oktober 2020 mit einem Sieg gegen Spanien (1:0) aufhorchen.

Kader und mögliche Startelf

Die mögliche Aufstellung der Nationalmannschaft von Ukraine | Bildquelle: ARD

Die Sportschau-Prognose

Der Gruppensieg bei der EM-Qualifikation sowie der Nations-League-Erfolg gegen Spanien zeigen auf, dass die Ukraine nicht zu unterschätzen ist. Selbst gegen Nationen wie die Niederlande oder Österreich erscheinen Erfolge nicht gänzlich unwahrscheinlich, gegen Nordmazedonien sollte man ohnehin überlegen sein.

Und dennoch: Blickt man auf den Kader und die Vereinszugehörigkeiten der Spieler, so erscheinen sowohl die Niederlande als auch Österreich stärker. Die 1:1-Unentschieden gegen Kasachstan und Finnland im März zeigen zudem, dass den Ukrainern die Konstanz auf hohem Niveau fehlt. Es wird vermutlich nur zu Platz drei in der Gruppe reichen, sollte man damit das Achtelfinale erreichen, wartet dann ein Gruppenerster – und vermutlich das Aus.

Termine und Gruppe

Gruppe CGegnerSpielortÜbertragung
Sonntag, 13. Juni, 21 UhrNiederlandeAmsterdamARD
Donnerstag, 17. Juni, 15 UhrNordmazedonienBukarestZDF
Montag, 21. Juni, 18 UhrÖsterreichBukarestARD