Spanien: Llorente jetzt negativ, Trainer will schnelle Impfung

Die spanischen Spieler im Training

Spanien bei der EURO 2020

Spanien: Llorente jetzt negativ, Trainer will schnelle Impfung

Spaniens Mannschaft ist vorerst von weiteren Coronafällen verschont geblieben. Auch beim zuvor positiv getesteten Diego Llorente fiel ein Test nun negativ aus. Der Trainer würde am liebsten sofort impfen lassen.

Ein erneuter Coronatest beim spanischen Fußball-Nationalspieler Diego Llorente ist negativ ausgefallen. Dies gab der spanische Verband am Donnerstag (10.06.21) bekannt. Ein erster Test des Verteidigers hatte ein positives Ergebnis gebracht. Llorente musste daraufhin ebenso in Quarantäne wie zuvor schon Mannschaftskapitän Sergio Busquets.

"Ein am Mittwoch durchgeführter PCR-Test war negativ. Die Gegenanalyse hat vor wenigen Stunden dieses Ergebnis bestätigt", hieß es in einer offiziellen Erklärung des Verbandes. Dies lasse vermuten, dass der am Dienstag durchgeführte Test eine falsch positive Diagnose angezeigt habe.

Trainer ist für sofortige Impfung

Trainer Luis Enrique will seine Spieler am liebsten sofort noch impfen lassen, der Trainer der spanischen Fußball-Nationalmannschaft ist sich aber auch der Risiken so kurz vor dem Auftakt der Europameisterschaft bewusst. "Für den Fall, dass eine Einigung erzielt wird, möchte ich, dass sie so schnell wie möglich geimpft werden", sagte Enrique am Donnerstag während einer Pressekonferenz aus der Cuidad del Fútbol Las Rozas nahe Madrid.

Vor dem ersten Gruppenspiel der Spanier am Montag in Sevilla stellte er zugleich klar: "Es würde mich stören, aufgrund einer Impfreaktion nicht mit einem Spieler planen zu können."

Stand Donnerstagmittag lag nach Angaben von Enrique noch keine Bestätigung vor, dass sich seine Spieler impfen lassen dürfen. Zuvor hatten spanische Medien berichtet, dass die Mannschaft mit dem Vakzin von Pfizer/Biontech laut Spaniens Gesundheitsministerin Carolina Dias geimpft werden solle.

Nationaltrainer Enrique hat 17 Spieler in der Hinterhand

Wegen der beiden Coronafälle hatte Nationaltrainer Luis Enrique insgesamt 17 weitere Spieler berufen, die abseits des bisherigen EM-Kaders trainieren und für den Fall von Corona-Ausfällen nachnominiert werden könnten.

Bis Samstag können die Spanier noch Änderungen am Kader für das Auftaktspiel gegen Schweden am Montag (21 Uhr) vornehmen. Auch bei den Schweden hatte es zwei Coronafälle gegeben.

Viel Druck im heißen Andalusien

"Es ist eine unangenehme, eine beschissene Situation, aber wir werden es durchstehen", sagte der neue Kapitän Jordi Alba in einem Interview der Sportzeitung "As" mit Blick auf die schwer beeinträchtigte Vorbereitung auch durch Einzeltraining nach den Coronafällen. In der Ciudad del Fútbol müssen sich die Spieler morgens um acht Uhr einem PCR-Test unterziehen. Im Labor werden diese so schnell wie möglich ausgewertet, damit vor dem ersten Training am Tag die Ergebnisse feststehen und gegebenenfalls entsprechend gehandelt werden kann.

Ansonsten versucht Enrique seine Mannschaft auf den Auftakt im über 30 Grad heißen Andalusien vorzubereiten. Trainiert wird daher auch, wenn es rund um die Hauptstadt am wärmsten ist. Vier Einheiten am Tag können es auch schon mal unter dem 51-Jährigen werden, der selbst für seine körperliche Fitness bekannt ist und auch schon bei einem Ironman startete.

Kader trainiert getrennt

"Uns bleibt nichts anderes übrig, als normal weiterzuarbeiten und unseren Weg zu gehen", betonte Alba. Dass der EM-Kader derzeit nicht wie gewohnt zusammen trainieren kann, hat seiner Meinung nach keine Auswirkungen. "Wir kennen die Idee unseres Trainers zu hundert Prozent, und die Idee ändert sich ja nicht", sagte er in einem Interview "Radio Marca".

sid/dpa | Stand: 10.06.2021, 15:33

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