Gebeutelte Russen stapeln vor EURO-Auftakt tief

Aleksei Miranchuk am Ball

Duell gegen Belgien

Gebeutelte Russen stapeln vor EURO-Auftakt tief

Russland verzichtet vor dem Auftaktmatch der EURO 2020 auf Kampfansagen und schiebt die Favoritenrolle nach Belgien. Trainer Stanislaw Tschertschessow gibt sich kämpferisch, beklagt aber auch einen Corona-bedingten Ausfall.

Der russische Fußball-Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow sieht sein Team vor dem Auftaktspiel der Europameisterschaft gegen Belgien gerüstet. "Wir fühlen uns gut vorbereitet", sagte der 57-Jährige auf der Online-Pressekonferenz: "Es gibt immer Dinge, die besser laufen können. Es gab ein paar Verletzungen, ein paar Krankheiten. Aber wir müssen bereit sein."

Mit Belgien warte am Samstag (13.06.2021, 21 Uhr) "ein sehr gutes Team mit einem sehr guten Trainer", führte der frühere Bundesliga-Torhüter von Dynamo Dresden aus. Angreifer Artjom Dsjuba lobte die "Roten Teufel" gar als "absoluten Favoriten" in der Gruppe B. Für einen Erfolg werde die "Sbornaja" "eine Topleistung brauchen", so der 32-Jährige: "Sie sind die Favoriten in der Gruppe."

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Sportschau 12.06.2021 00:44 Min. Verfügbar bis 12.06.2022 ARD Von ARD-Reporter Philipp Hofmeister


Belgien ist Russlands Angstgegner

Die Statistik spricht gegen die Russen. Seit 25 Jahren hat es in sechs Spielen keinen Sieg gegen Belgien gegeben. In der EM-Qualifikation verlor das Team von Nationaltrainer Tschertschessow mit 1:3 in Brüssel und gar 1:4 in Sankt Petersburg. Zudem gab es unter der Regie des früheren Bundesliga-Torhüters von Dynamo Dresden ein 3:3. "Wir haben dreimal gespielt, es war dreimal interessant und gut anzuschauen", meinte der 57-Jährige rückblickend.

Tschertschessow ist seit 2016 Auswahltrainer und deutete an, eine Lösung dafür gefunden zu haben, die Negativserie zu beenden. Er wolle nicht auf Details eingehen, damit der Gegner keine Schlüsse ziehen könne, sagte er und kündigte an: "Wir werden unser Bestes geben."

Mostowoi muss abreisen

Definitiv nicht mit dabei sein wird Mittelfeldspieler Andrej Mostowoi. Der 23-Jährige von Zenit Sankt Petersburg wurde am Freitag im Zusammenhang mit dem Coronavirus aus dem Kader der russischen Nationalmannschaft gestrichen. Das Team sprach im Kurznachrichtendienst Twitter von einem "ungünstigen Ergebnis von PCR-Tests", ohne Einzelheiten zu nennen.

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Im Laufe des Tages würden weitere Tests bei Mostowoi vorgenommen, sagte Coach Tschertschessow am Freitag. Bei allen anderen Spielern habe es keine Auffälligkeiten gegeben. Anstelle von Mostowoi wurde Roman Jewgenjew nominiert.

red/sid/dpa | Stand: 12.06.2021, 18:40

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