Österreich – Wenig Konstanz und die Suche nach Alabas Position

Teaserbild für die österreichische Nationalmannschaft

Österreich bei der EURO 2020

Österreich – Wenig Konstanz und die Suche nach Alabas Position

Ein Blick auf den Kader der Österreicher zeigt: Es steckt viel Talent in der Mannschaft von Franco Foda. Die Ergebnisse spiegeln dies aber nur zum Teil wider. Auch die beste Position für Superstar David Alaba scheint noch nicht gefunden zu sein. Wissenswertes zu Österreich.

Bisherige EM-Teilnahmen

Anzahl2
Größte ErfolgeQualifikation zur EURO 2016 und 2020
Letzte EM (2016 in Frankreich)Aus in der Vorrunde

Der Weg zur EURO 2020

Wirklich überzeugend war die österreichische EM-Qualifikation nicht. Hinter den Polen sicherte man sich in Quali-Gruppe G zwar als Zweiter die Teilnahme an der Europameisterschaft, doch je eine Niederlage gegen Polen, Israel und Lettland (!) zeigt, dass längst nicht alles rund lief auf dem Weg zur EURO.

Der Schlüsselspieler: David Alaba

Ein Spieler holt zum Schuss aus

David Alaba

Der vielseitig einsetzbare Defensivspieler gehört zu den weltbesten Fußballern und nimmt seit Jahren eine zentrale Rolle im Spiel der Österreicher ein. Im zentralen oder linken Mittelfeld gibt Alaba den Rhythmus vor, sorgt für wichtige Ballgewinne und gibt entscheidende Impulse für das Offensivspiel. Die Variabilität des Noch-Münchners und Neu-Madrilenen stellt in Österreich aber auch ein Problem dar: Seit Jahren wechselt der Superstar im Nationalteam die Position, immer wieder gibt es Diskussionen um das richtige Einsatzfeld für Alaba.

Der heute 28-Jährige debütierte bereits mit 17 für die Österreicher und war schon ein Jahr später Stammspieler der österreichischen Auswahl. Als Vertreter des lange verletzten Julian Baumgartlinger von Bayer Leverkusen führte Alaba seine Farben zuletzt regelmäßig als ÖFB-Kapitän aufs Feld.

Der Trainer: Franco Foda

Ein Trainer gestikuliert am Spielfeldrand

Franco Foda

Als Abwehrspieler machte Franco Foda in der Bundesliga Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger unter anderem beim 1. FC Kaiserslautern und Bayer 04 Leverkusen in der Bundesliga auf sich aufmerksam. Zum Ende seiner Karriere als Spieler ging der gebürtige Mainzer nach Graz, wo er nach seinem Rücktritt als Spieler im Jahr 2001 als Übungsleiter der zweiten Mannschaft seine Trainerkarriere startete. 2011 wurde Foda mit Sturm Graz österreichischer Meister, was bis heute den größten Erfolg Fodas Trainerkarriere darstellt. Österreichischer Nationaltrainer wurde Foda zum Ende des Jahres 2017.

Trotz der geglückten EM-Quali und dem Aufstieg in die Elite-Liga der Nations League wird der 55-Jährige immer wieder von Fans und Experten kritisiert – die Spielweise der Österreicher sei nicht attraktiv genug.

Kader und mögliche Startelf

Die mögliche Aufstellung der Nationalmannschaft von Österreich

Die Sportschau-Prognose

In Alaba und Marcel Sabitzer haben die Österreicher zwei Weltklasse-Spieler in ihren Reihen. Dazu stehen etliche weitere Spieler im Kader, die bereits gehobenes Bundesliga-Niveau bewiesen haben - exemplarisch dafür stehen die talentierten Christoph Baumgartner (Hoffenheim) und Xaver Schlager (Wolfsburg). Es schlummert viel Qualität im Kader, doch die Ergebnisse und vor allem die Leistungen der Österreicher geben immer wieder Rätsel auf.

Besonders die 0:4-Heimniederlage gegen Dänemark im März dämpfte die österreichischen Hoffnungen für die EURO. Wenn man es schafft, die vorhandene Qualität auf den Platz zu bringen, sollte hinter der Niederlande in Gruppe C trotzdem der zweite Gruppenplatz erreicht werden. Vermutlich würde in diesem Fall Italien im Achtelfinale warten – ein Kontrahent, für den die Österreicher Stand jetzt noch nicht bereit sind.

Termine und Gruppe

Gruppe CGegnerSpielortÜbertragung
Sonntag, 13. Juni, 18 UhrNordmazedonienBukarestARD
Donnerstag, 17. Juni, 21 UhrNiederlandeAmsterdamZDF
Montag, 21. Juni, 18 UhrUkraineBukarestARD

mak | Stand: 30.05.2021, 12:00

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