Nach Rassismus-Vorfällen: Geisterspiele und Geldstrafe für Bulgarien

Bulgarische "Fans" während der EM-Qualifikation gegen England

EM-Qualifikationsspiel gegen England

Nach Rassismus-Vorfällen: Geisterspiele und Geldstrafe für Bulgarien

Die UEFA hat den bulgarischen Fußball-Verband nach den rassistischen Ausfällen der Fans in der EM-Qualifikation hart bestraft.

Die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer des Europäischen Fußball-Verbandes verhängte nach den Vorkommnissen beim 0:6 der Bulgaren gegen England eine Sperre von zwei Geisterspielen und eine Geldstrafe von insgesamt 85.000 Euro. Wie die UEFA am Dienstag (29.10.2019) mitteilte, wurde das zweite Spiel unter Zuschauerausschluss zur zweijährigen Bewährung ausgesetzt.

Affenlaute und Hitlergruß im Spiel Bulgarien gegen England Sportschau 15.10.2019 04:07 Min. Verfügbar bis 15.10.2020 Das Erste

Wiederholungstäter

Am 14. Oktober waren in Sofia die englischen Profis massiv rassistisch beleidigt worden. Im Stadion waren Affenlaute zu hören und bulgarische Fans zeigten den Hitlergruß. Die Partie stand zwei Mal kurz vor dem Abbruch. Es kam im Anschluss bereits zu Festnahmen vermeintlicher Täter, Verbandspräsident Borisslaw Michailow legte sein Amt ebenso nieder wie Nationaltrainer Krassimir Balakow.

Bulgarien gilt nach ähnlichen Vorkommnissen in der Vergangenheit in dieser Hinsicht als Wiederholungstäter. Sowohl UEFA-Präsident Aleksander Ceferin als auch FIFA-Präsident Gianni Infantino, der ankündigte, Strafen auf europäischer Ebene weltweit ausweiten zu wollen, äußerten sich entsetzt. In der EM-Qualifikation belegt Bulgarien in der Gruppe A mit drei Punkten chancenlos den letzten von fünf Plätzen.

Nach Druck durch Regierung: Chef des bulgarischen Fußballverbandes zurückgetreten

Sportschau 16.10.2019 02:46 Min. Verfügbar bis 16.10.2020 ARD Von Clemens Verenkotte

Der englische Verband muss wegen Störungen während der bulgarischen Nationalhymne eine Geldstrafe von 5.000 Euro zahlen.

red/sid/dpa | Stand: 29.10.2019, 16:54

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