Szoboszlai schießt Ungarn in Deutschlands EM-Gruppe

Die Ungarn feiern ihre Teilnahme an der EM

EM-Playoffs

Szoboszlai schießt Ungarn in Deutschlands EM-Gruppe

Ungarn hat in den Playoffs das Ticket für die EM-Endrunde gelöst und trifft dort unter anderem auf Deutschland. Nordmazedonien ist zum ersten Mal dabei, Schottlands Endrunden-Fluch endet.

Im Finale A lag Ungarn am Donnerstag (12.11.2020) bis kurz vor Spielende gegen Island zurück und gewann in einer dramatischen Schlussphase doch noch. Gylfi Sigurdsson (11. Minute) hatte Island in Führung gebracht, doch Loic Nego (88.) und Dominik Szoboszlai (90.+2) drehten das Spiel zugunsten der Ungarn.

Im kommenden Sommer wird Ungarn damit zum vierten Mal überhaupt an einer EM-Endrunde teilnehmen. In der Gruppe F ist Ungarn am 23. Juni in München der letzte Kontrahent der deutschen Mannschaft in der Vorrunde. Zuvor bekommt es das Team um Keeper Peter Gulacsi, der beim Gegentreffer von Sigurdsson noch gepatzt hatte, mit Titelverteidiger Portugal und Weltmeister Frankreich zu tun.

Das Ende des schottischen Fluchs

Im Finale der Playoffs C hat sich Schottland mit 5:4 nach Elfmeterschießen gegen Serbien durchgesetzt. Erst verwandelte Kenny McLean auch den fünften Elfmeter für Schottland, dann scheiterte Serbiens Aleksandar Mitrovic im fünften Versuch. Damit endet auch Schottlands Endrunden-Fluch: Zuletzt hatte man an der Weltmeisterschaft 1998 teilgenommen, seitdem war man stets Zuschauer bei großen Turnieren.

Als Belohnung warten bei der EM-Endrunde Duelle mit Kroatien, Tschechien und dem Erzrivalen England.

Slowakei setzt sich gegen Nordirland durch

Auch die Slowakei hat sich qualifiziert für die Endrunde - zum zweiten Mal in Folge. Die Slowaken mit den Bundesliga-Spielern Peter Pekarik (Hertha BSC) und Ondrej Duda (1. FC Köln) siegten 2:1 (1:1, 1:0) nach Verlängerung in Nordirland und treffen in der EM-Gruppe E auf Spanien, Schweden und Polen. Juraj Kucka (17.) und Michal Duris (110.) sicherten den Sieg.

Premiere für Nordmazedonien

Im Playoff-Finale D setzte sich Nordmazedonien, die Nummer 65 der Weltrangliste, am Donnerstagabend in Tiflis mit 1:0 (0:0) gegen Georgien durch. Goran Pandev, 37, vom italienischen Erstligisten FC Genua erzielte das Siegtor (56. Minute), das den "Roten Löwen" erstmals die Teilnahme an einem großen Turnier sicherte.

Überwältigte Mazedonier

Überwältigte Mazedonier

Schon vor dem Spiel hatte der Trainer Igor Angelowski gesagt: "Wir freuen uns, im Finale zu stehen - aber wir planen nicht, dort anzuhalten." Offenbar hatten seine Spieler genau zugehört, der Plan jedenfalls ging auf. Bei der EURO (11. Juni bis 11. Juli 2021) wird Nordmazedonien in der Gruppe C gegen die Niederlande, Ukraine und Österreich spielen.

Erst vor knapp einem Monat waren beide Teams in der C-Liga der Nations League aufeinandergetroffen und hatten sich im zweiten Duell zum zweiten Mal 1:1 getrennt. Im Halbfinale der Playoffs hatte sich Georgien mit 1:0 gegen Belarus und Nordmazedonien mit 2:1 gegen den Kosovo durchgesetzt.

Die Gruppen im Überblick

Gruppeneinteilung EURO 2020
Gruppe A (Rom/Baku)Gruppe B (St. Petersburg/Kopenhagen)
TürkeiDänemark
ItalienFinnland
WalesBelgien
SchweizRussland
Gruppe C (Amsterdam/Bukarest)Gruppe D (London/Glasgow)
NiederlandeEngland
UkraineKroatien
ÖsterreichSchottland
NordmazedonienTschechien
Gruppe E (Bilbao/Dublin)Gruppe F (München/Budapest)
SpanienUngarn
SchwedenPortugal
PolenFrankreich
SlowakeiDeutschland

red/sid/dpa | Stand: 13.11.2020, 23:47

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