Schweiz und Dänemark bei der Euro 2020 dabei

Granit Xhaka jubelt für die Schweiz

EM-Qualifikation

Schweiz und Dänemark bei der Euro 2020 dabei

Die Schweiz und Dänemark haben im spannenden Finale der Gruppe D das Ticket für die Fußball-EM im kommenden Sommer gelöst. Italien stellte gleich drei Rekorde auf.

Die Eidgenossen gewannen am Montagabend (18.11.2019), am letzten Qualifikations-Spieltag, mit 6:1 (1:0) in Gibraltar und sicherten sich dadurch den Gruppensieg vor Dänemark, dem im Endspiel um Platz zwei in Irland ein 1:1 (0:0) reichte.

Die Schweizer wurden mit sechs Bundesligaprofis in der Anfangsformation ihrer Favoritenrolle vor der Pause nur phasenweise gerecht. Nach der frühen Führung durch Cedric Itten (10. Minute) war die "Nati" zwar drückend überlegen, vor dem Tor des 196. der Weltrangliste aber erschreckend harmlos.

Nach dem Seitenwechsel legte die Mannschaft von Trainer Vladimir Petkovic, die das Hinspiel 4:0 gewonnen hatte, einen Gang zu und kam durch den Augsburger Ruben Vargas (60.), Christian Fassnacht (57.), Loris Benito (75.), Itten (84.) und Granit Xhaka (86.) zu einem standesgemäßen Ergebnis. Den Ehrentreffer für den Gastgeber erzielte Reece Styche (74.).

Braithwaite erlöst Dänemark

Martin Braithwaite gelang in der 73. Minute für Dänemark der Treffer ins Glück, nachdem sich die Iren in der zweiten Hälfte ein leichtes Übergewicht erspielt hatten. Knapp wurde es noch einmal in der Schlussphase nach dem Ausgleich durch Matt Doherty (86.).

Die Dänen, die bei einer Niederlage aus dem Rennen gewesen wären, mussten bereits in der 13. Minute den Dortmunder Profi Thomas Delaney verletzungsbedingt durch Pierre-Emile Höjbjerg ersetzen. Delaney und der Leipziger Yussuf Poulsen waren als einzige Bundesligaprofis in der Startelf der Gäste vertreten.

Dänemark musste in der 34. Minute auch Andreas Cornelius vorzeitig auswechseln und wirkte anschließend leicht verunsichert. Die Iren hatten kurz vor der Pause zwei gute Möglichkeiten. Am Ende aber jubelten die Dänen über ihre neunte EM-Teilnahme.

Spanien siegt und landet im Topf eins

Sergio Ramos schießt auf das rumänische Tor

Spaniens Fußball-Nationalmannschaft schloss die EM-Qualifikation mit einem souveränen Sieg gegen Rumänien ab. Durch den 5:0 (4:0)-Erfolg im Madrider Stadion Wanda Metropolitano wird der Rekord-Europameister bei der Auslosung für das Turnier 2020 am 30. November in Bukarest in Topf eins der sechs besten Mannschaften vertreten sein.

Fabian Ruiz (8.) und Gerard Moreno (33./43.) stellten mit ihren Toren die Weichen schon in der ersten Hälfte auf Sieg. Der vierte Treffer resultierte aus einem Eigentor des Rumänen Adrian Rus (45.+1). Mikel Oyarzabal (90.+2) sorgte für den Endstand.

Die Rumänen verpassten die direkte Qualifikation und müssen in die Playoffs im März 2020. Außer Spanien werden auch England, Italien, Belgien und die Ukraine in Topf 1 vertreten sein. Der sechste und letzte Platz geht am Dienstagabend an Deutschland, Frankreich oder die Niederlande.

Italien mit drei Rekorden

Mit einem 9:1 (4:0)-Kantersieg gegen Armenien blieb Italien als erstes Nationalteam im 40. EM-Qualifikationsspiel in Folge unbesiegt. Zudem qualifizierte sich die Mannschaft von Roberto Mancini erstmals in der italienischen Geschichte mit der maximalen Punkteausbeute für eine EM, elf Siege in Folge sind eine weitere Premiere für den Europameister von 1968.

Mehr als neun Tore schossen die Italiener zudem zuletzt bei den Olympischen Spielen 1928 gegen Ägypten (11:3). Die letzte Niederlage in der EM-Qualifikation musste Italien am 2. September 2006 beim 1:3 gegen Frankreich hinnehmen.

Schweden gewinnt, Finnland unterliegt

Finnlands Simon Skrabb im Zweikampf Tasos Bakasetas

In Gruppe F gewann Schweden unter anderem dank des Führungstreffers von Sebastian Andersson vom Bundesligisten Union Berlin 3:0 (1:0) gegen Faröer, als Gruppenzweiter hatten auch die Skandinavier ihre sechste EM-Teilnahme in Folge zuvor bereits gesichert. Finnlands Nationalheld Teemu Pukki erzielte beim 1:2 (1:1) in Griechenland sein zehntes Tor im zehnten Qualifikationsspiel, die Finnen hatten in der Italien-Gruppe unter der Woche ihre erste EM-Teilnahme perfekt gemacht.

Norwegen, Bosnien und Griechenland dürfen noch darauf hoffen, das EM-Ticket über die Hintertüre der Playoffs in der Nations League zu buchen.

sid, dpa | Stand: 18.11.2019, 22:47

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