Reaktionen auf die Verlegung der Fußball-EM ins Jahr 2021

Das Coronavirus und leere Stadion führen zu einer Verlegung der EM

EURO 2021

Reaktionen auf die Verlegung der Fußball-EM ins Jahr 2021

Nach der Verlegung der EURO von 2020 in den Sommer 2021 fallen die Reaktionen einhellig aus. Für Bundestrainer Joachim Löw, DFB-Präsident Fritz Keller und viele andere war die Verlegung "alternativlos".

"Wir alle müssen die Gesundheit und das Leben von Menschen schützen, das gilt selbstverständlich auch für den Fußball", sagte Joachim Löw. DFB-Präsident Fritz Keller sagte: "Es gibt keine Alternative zur Verschiebung" und er fügte hinzu, dass die UEFA "ihrer Verantwortung gerecht geworden" sei.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte bei ihrem Krisengipfel am Dienstag (17.03.2020) entschieden, die EURO zu verlegen. Als neuer Termin wurde der Zeitraum vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 vorgeschlagen - ob diese Endrunde dann ebenfalls in zwölf Ländern ausgetragen werden soll, wurde nicht näher erläutert.

Löw: "Jeder Sportler lebt für diese großen Turniere"

"Unsere Nationalspieler hätten natürlich wahnsinnig gerne die EURO im Sommer gespielt, was sie sich auch erarbeitet hatten. Jeder Sportler lebt doch für diese großen Spiele, für diese großen Turniere, die ein Land, einen ganzen Kontinent oder bei Weltmeisterschaften die ganze Welt begeistern", betonte Löw.

WDR-Sportchef Steffen Simon: "EM abzusagen ist vernünftig" Sportschau 17.03.2020 00:38 Min. Verfügbar bis 17.03.2021 Das Erste

Ähnlich äußerte sich Oliver Bierhoff. Der DFB-Direktor Nationalmannschaften und Akademie brachte ebenfalls Verständnis für die Entscheidung auf: "So gerne wir nun gegen Italien und Spanien, insbesondere aber die EURO 2020 im Sommer mit unserer jungen Mannschaft und den drei tollen Heimpartien in München gespielt hätten, so alternativlos sind diese Entscheidungen im Moment."

Ceferin: "UEFA bringt Opfer"

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin betonte die besondere Verantwortung seines Verbandes: "Es war wichtig, dass die UEFA als Dachverband des europäischen Fußballs den Prozess anführte und das größte Opfer brachte." Die Verschiebung der EURO 2020 sei für die UEFA mit enormen Kosten verbunden, "aber wir werden unser Bestes tun, um sicherzustellen, dass die lebenswichtige Finanzierung des Breiten- und Frauenfußballs und die Entwicklung des Spiels in unseren 55 Ländern nicht beeinträchtigt wird."

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Sportschau 17.03.2020 01:18 Min. Verfügbar bis 17.03.2021 ARD

Lahm: "Richtiger und konsequenter Schritt"

Auch Philipp Lahm, aktuell Geschäftsführer der DFB EURO GmbH, äußerte Zustimmung zum UEFA-Beschluss: "Die Verlegung der EURO 2020 ist unter den gegebenen Umständen ein richtiger und konsequenter Schritt. Wir alle lieben den Fußball. Aber im Angesicht der Pandemie müssen wir neue Schwerpunkte setzen. Die Gesundheit der Menschen ist das höchste Gut. Wir müssen es gemeinsam schützen."

Auch aus Österreich kamen verständnisvolle Töne. "Der ÖFB begrüßt diese Entscheidung, im Zuge derer die UEFA klares Leadership bewiesen hat", sagte Leo Windtner, Präsident des Österreichischen Fußball-Bundes. "Die Solidarität der Fußballfamilie in dieser Situation zeigt, dass im Moment andere Dinge Priorität haben. Die Gesundheit aller Menschen steht jetzt im Vordergrund."

Euro 2020 auf das kommende Jahr verschoben Tagesthemen 17.03.2020 01:20 Min. Verfügbar bis 17.03.2021 Das Erste

sid/red | Stand: 17.03.2020, 17:06

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