Belgien ballert sich zur EM - Niederlande in letzter Sekunde

Lukaku feiert einen seiner beiden Treffer in der ersten Halbzeit gegen San Marino

7. Spieltag

Belgien ballert sich zur EM - Niederlande in letzter Sekunde

Belgien hat sich mit einem Schützenfest gegen San Marino als erstes Team für die Fußball-EM 2020 qualifiziert. In der deutschen Gruppe zeigten die Niederlande gegen Nordirland einen fulminanten Schlussspurt.

Gruppe I: Belgien per Kantersieg zur EM

Die Fußball-Nationalmannschaft von Belgien hat sich als erste Nation vorzeitig für die Europameisterschafts-Endrunde 2020 qualifiziert. Nach dem 9:0 (6:0)-Erfolg über San Marino am Donnerstag (10.10.2019) kann der WM-Halbfinalist von 2018 nach dem siebten Sieg im siebten Spiel der Gruppe I nicht mehr von einem der ersten beiden Ränge verdrängt werden, die zur direkten Qualifikation berechtigen.

Im König-Baudouin-Stadion von Brüssel hatte Belgiens Mannschaft von Trainer Roberto Martinez nur in der ersten halben Stunde Probleme. Dann schossen Romelu Lukaku (28. Minute, 41.), Nacer Chadli (31.), Cristian Brolli (35.) per Eigentor sowie Tobi Alderweireld (43.) und Youri Tielemans (45.) schon bis zur Pause einen beruhigenden Vorsprung heraus. In der Schlussphase erhöhten die Gastgeber dann noch mit drei weiteren Treffern.

Auch Russland steht nach dem 4:0 (0:0)-Erfolg über Schottland mit nunmehr 18 Punkten kurz vor der Qualifikation für das kontinentale Turnier, das im kommenden Jahr in zwölf Ländern ausgetragen wird. Zypern besitzt als Drittplatzierter mit zehn Punkten nach dem 2:1 (0:0)-Sieg in Kasachstan nur noch theoretische Chancen.

Gruppe C: Niederlande schließen auf

Die Fußball-Nationalmannschaft der Niederlande hat sich eine gute Ausgangsposition um den Gruppensieg in der deutschen Staffel zur EM-Qualifikation erkämpft. Die "Elftal" kam am Donnerstagabend in Rotterdam erst spät zu einem mühevollen 3:1 (0:0)-Sieg über Nordirland und schloss mit nunmehr zwölf Punkten zu den punktgleichen Mannschaften von Deutschland und Nordirland auf.

Josh Magennis hatte die Gäste in der 75. Minute überraschend in Führung gebracht, Memphis Depay glich fünf Minuten später aus, ehe Luuk de Jong (90.) und erneut Depay in der Nachspielzeit dem Europameister von 1988 noch drei Punkte sicherten.

In den ersten 45 Minuten quälten sich die Niederlande gegen die Nordiren, die hinten kompakt standen, selbst aber kaum vor das Tor der Gastgeber kamen. Nach dem Seitenwechsel drängten die Gastgeber stärker auf das erste Tor und kreierten zahlreiche Chancen, doch das Tor erzielten zunächst die Gäste nach haarsträubenden Abwehrfehlern. Nach dem Ausgleich von Depay erarbeiteten sich die Niederländer weitere Chancen und wurden noch belohnt.

Gruppe E: Kroatien dicht vor Qualifikation

Vize-Weltmeister Kroatien ist trotz eines verschossenen Elfmeters des Münchners Ivan Perisic weiter auf Kurs Fußball-Europameisterschaft. Das Team von Trainer Zlatko Dalic gewann in Split ohne Mühe mit 3:0 (3:0) gegen Ungarn und hat bei noch zwei ausstehenden Partien in Gruppe E als Tabellenführer vier Punkte Vorsprung auf Platz drei.

Luka Modric (5.) sowie ein Doppelpack von Bruno Petkovic (24, 42.) brachten den Kroaten den dritten Heimsieg in der Qualifikation, insgesamt sind die Südosteuropäer seit 16 Spielen vor heimischer Kulisse ungeschlagen. Perisic scheiterte vom Punkt an Leipzigs Keeper Peter Gulacsi (55.) und wurde in der 60. Minute vom Wolfsburger Josip Brekalo ersetzt. Der ehemalige Bremer Laszlo Kleinheisler sah bei den Gästen wegen Meckerns unmittelbar nach dem Strafstoß die Gelb-Rote Karte (56.).

Gruppe G: Lewandowski-Dreierpack für Polen - Österreich hält Kurs

Dank eines überragenden Bayern-Torjägers Robert Lewandowski hat Polen die Tabellenspitze in der Gruppe G erfolgreich verteidigt. Mit seinen Länderspieltreffern 58 bis 60 führte der Bundesliga-Torschützenkönig seine Mannschaft zu einem 3:0 (2:0) bei Schlusslicht Lettland, wodurch die Polen auf Rang eins 16 Punkte aufweisen.

Platz zwei belegt Österreich nach einem 3:1 (1:1) gegen Israel mit 13 Zählern vor Nordmazedonien (11), das Slowenien 2:0 (0:0) bezwang. Israel (8) mit dem früheren Bundesligaprofi und langjährigen österreichischen Nationalspieler Andreas Herzog als Trainer hat sich durch seine dritte Niederlage praktisch aus dem Rennen verabschiedet.

Eran Zahavi, der auch beim 4:2 für Israel im Hinspiel getroffen hatte, brachte die Gäste in der 34. Minute in Führung. Durch Valentino Lazaro gelang dem mit vielen Stars aus der deutschen Bundesliga angetretenen Gastgeber, der allerdings auf den angeschlagenen Bayern-Star David Alaba verzichten musste, in der 41. Minute der Ausgleich. Der Frankfurter Martin Hinteregger (56.) und der Leipziger Marcel Sabitzer (88.) machten nach der Pause auf Vorarbeit des Leipzigers Konrad Laimer den Dreier perfekt. Die Mannschaft von Teamchef Franco Foda blieb im fünften Quali-Spiel in Folge ungeschlagen.

Sportschau in 100 Sekunden Sportschau 10.10.2019 01:48 Min. Verfügbar bis 10.10.2020 Das Erste

sid/dpa | Stand: 10.10.2019, 22:43

Darstellung: