Nach Rassismus-Vorfällen: Balakow tritt in Bulgarien zurück

Krassimir Balakov

Nach dem EM-Qualifikationsspiel gegen England

Nach Rassismus-Vorfällen: Balakow tritt in Bulgarien zurück

Bulgariens Fußball-Nationaltrainer Krassimir Balakow ist nach den Rassismus-Vorfällen beim EM-Qualifikationsspiel gegen England zurückgetreten.

Balakow hatte nach dem Abpfiff der 0:6-Niederlage Bulgariens am Montag in einem ersten Interview behauptet, von den Vorfällen in Sofia nichts mitbekommen zu haben. Später bat er in einer Mail um Entschuldigung.

Komplette Verbandsführung zurückgetreten

Unklar blieb zunächst, ob ein Zusammenhang zwischen Rücktritt und Eklat besteht. Auch die gesamte Führung des nationalen Verbandes (BFU) reichte laut offizieller Mitteilung vom Freitag ihren Rücktritt ein. Man sei "übereingekommen, dass die Leistungen des Nationalteams zuletzt enttäuschend" gewesen seien. "Ich bin aus einer moralischen Verantwortung heraus zurückgetreten", wird Balakow in "Bild" zitiert.

Einen Nachfolger für Balakow, langjähriger Bundesliga-Profi und 2012 Trainer des 1. FC Kaiserslautern, soll nun der Ex-Nationalspieler Jordan Letschkow suchen.

Affenlaute und Hitlergruß im Spiel Bulgarien gegen England Sportschau 15.10.2019 04:07 Min. Verfügbar bis 15.10.2020 Das Erste

Affenlaute und Hitlergruß

Die Begegnung hatte mehrmals vor dem Abbruch gestanden, dunkelhäutige englische Spieler wurden mit Affenlauten beleidigt. Es gab zudem höhnische Gesänge, einige Fans zeigten den Hitlergruß. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat ein Disziplinarverfahren eröffnet.

Verbandspräsident Boris Michailow war im Zuge des Skandals auf Druck des Premierministers ebenfalls zurückgetreten, ein Nachfolger ist noch nicht bekannt.

Nach Druck durch Regierung: Chef des bulgarischen Fußballverbandes zurückgetreten

Sportschau 16.10.2019 02:46 Min. Verfügbar bis 16.10.2020 ARD Von Clemens Verenkotte

red/sid/dpa | Stand: 18.10.2019, 17:09

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