U21 - Deutschland lässt Moldau keine Chance

Die deutsche U21-Nationalmannschaft bejubelt das 1:0 gegen Moldau

EM-Qualifikation

U21 - Deutschland lässt Moldau keine Chance

Neustart geglückt: Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat dank eines souveränen Erfolgs gegen Moldau einen enorm wichtigen Schritt in Richtung EM-Teilnahme gemacht.

Das Team von DFB-Trainer Stefan Kuntz bezwang die Republik Moldau im ersten Spiel seit zehn Monaten verdient mit 4:1 (1:0) und geht als Tabellenführer in den Showdown gegen Belgien. Mergim Berisha von RB Salzburg (10.), Lukas Nmecha von RSC Anderlecht (62./Foulelfmeter), Nico Schlotterbeck von Union Berlin (74.) und Florian Krüger von Erzgebirge Aue (79.) mit dem ersten Ballkontakt nach seiner Einwechslung trafen in Wiesbaden für den überlegenen, im Abschluss aber oft zu harmlosen Vize-Europameister.

Jetzt Top-Spiel gegen Belgien

Mit neun Punkten liegt Deutschland in Gruppe 9 wieder vor dem Rivalen Belgien (7), am Dienstag (08.09.2020) kommt es in Leuven zum Topspiel. Nur die Gruppensieger erreichen sicher die EM 2021.

Vor leeren Rängen entwickelte sich zunächst ein einseitiges Spiel: Die deutsche Defensive um den starken Kapitän Arne Maier (Hertha BSC) ließ Moldau kaum über die Mittellinie, stattdessen rollte Angriff um Angriff.

Deutschlands U21 schlägt Moldau und will sich steigern

Sportschau 03.09.2020 01:36 Min. Verfügbar bis 03.09.2021 ARD Von Mathies Hohm


Kuntz fordert "Abschlüsse"

Kuntz hatte gerade lautstark "Abschlüsse" gefordert, als Berisha nach schönem Zuspiel von Debütant Ismail Jakobs (1. FC Köln) zuschlug. Für den 22-Jährigen war es das erste Tor im Trikot der U21. Wenig später landete ein Kopfball von Kölns Salih Özcan am Pfosten (20.), dann aber schlichen sich Unachtsamkeiten ein. Moldau kam nun zu ersten Abschlüssen, im DFB-Team sorgten einzig Nmecha und Ridle Baku (1. FSV Mainz 05) über rechts für Tempo.

Ein scharfer Flachschuss von Nmecha (31.) blieb bis zur Pause die beste Chance zum beruhigenden 2:0. Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild gleich: Die deutsche Elf hatte alles im Griff, ließ den Ball fast nach Belieben zirkulieren, war am Strafraum aber häufig ungenau. Viele Laufwege wirkten noch nicht abgestimmt.

Elfmeter-Geschenk für Nmecha

Ein Geschenk brachte dann die Entscheidung: Schiedsrichter Nejc Kajtazovic verweigerte bei einem Foul an Nmecha zunächst den Elfmeterpfiff, wertete eine harmlose Szene nur zwei Minuten später aber als Strafstoß. Der Gefoulte Nmecha nahm das Geschenk gerne an. Schlotterbeck erhöhte per Kopf, dann traf Einwechselspieler Krüger. Nach einem Patzer von Torhüter Lennart Grill (Bayer Leverkusen) verkürzte Artiom Carastoian (84.).

sid/dpa | Stand: 03.09.2020, 20:14

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