Babelsberg wirbt auf Trikots für Flüchtlingshilfe

Thoralf Höntze, stellvertretender Vorstand SV Babelsberg 03, und Liza Pflaum, Sprecherin des Vereins "Seebrücke"

Fußball-Regionalliga

Babelsberg wirbt auf Trikots für Flüchtlingshilfe

Der SV Babelsberg wirbt auf seinem Trikot für Flüchtlingshilfe. Mit welchem Brustsponsor sich ein Verein schmückt, zeige auch, welches Zeichen er setzen will, sagt die Vereinsführung.

"Seebrücke - Schafft sichere Häfen" steht künftig auf den Trikots des Potsdamer Fußball-Viertligisten. Die Organisation hofft auf eine weitere Solidarisierung mit Menschen auf der Flucht. "Es ist die Zeit gekommen, wo es nicht mehr ausreicht, nichts zu machen, sondern Zeichen gesetzt werden müssen", sagte Liza Pflaum, Sprecherin der "Seebrücke", am Donnerstag (01.08.2019) bei der Präsentation des Trikots in Potsdam.

Der Verein ist Teil einer internationalen Bewegung. Diese wird von Bündnissen getragen, die sich für Menschen auf der Flucht einsetzen. Regionalligist Babelsberg 03 stellt die Werbefläche für die "Seebrücke" kostenlos zur Verfügung.

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Hauptsponsoren räumen Trikotbrust

"Mit welchem Brustsponsor sich ein Verein schmückt, zeigt auch, welches Zeichen er damit setzen will", sagte 03-Vorstandschef Archibald Horlitz. Babelsberg hatte 2014 als erster Fußballverein in Deutschland mit "Welcome United" eine reine Flüchtlingsmannschaft zum Spielbetrieb angemeldet. Viele Sportler seien noch dabei, sagte Horlitz.

Die Hauptsponsoren, der Energieversorger EWP und Hafermilchhersteller Oatly, verzichten für "Seebrücke" auf den Platz auf dem Trikot. Die ersten 300 der neuen Shirts haben bereits Abnehmer gefunden. Fünf Euro pro verkauftem Exemplar gehen an "Seebrücke".

"Müssen für Rettung von Menschen kämpfen"

Die Lage der Menschen, die über das Mittelmeer nach Europa flüchten, habe sich nicht gebessert, sagte Pflaum. Täglich kämen Menschen ums Leben. "Wir müssen dafür kämpfen, dass Menschen gerettet werden", betonte sie. 86 Städte - darunter auch die Brandenburger Landeshauptstadt Potsdam - haben sich bislang zum sicheren Hafen erklärt. Sie wollen zusätzliche Flüchtlinge aufnehmen.

dpa | Stand: 01.08.2019, 14:42

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