Juventus-Boss Andrea Agnelli (l.), Vizepräsident Pavel Nedved

Fußball | Serie A

Juventus und Neapel wegen falscher Finanzangaben angezeigt

Stand: 02.04.2022, 13:31 Uhr

Die Staatsanwaltschaft hat elf italienische Fußball-Vereine wegen zu hoher Wertangaben im Zusammenhang mit ihren Spielern angezeigt. Darunter finden sich auch die Top-Teams Juventus Turin und SSC Neapel.

Die Vereine, von denen fünf in der Serie A spielen, hätten in ihren Finanzberichten viel höhere Kapitalgewinne und Leistungsansprüche für Spieler verbucht, als nach geltenden Berechnungsregeln zulässig war, teilte die FIGC mit. Außerdem zeigte die Strafverfolgung nach eigenen Angaben 61 Verdächtige an, darunter Manager und Geschäftsführer der Vereine.

Laut Staatsanwaltschaft sind die Serie-A-Clubs Juventus Turin, SSC Neapel, CFC Genua, FC Empoli und Sampdoria Genua betroffen. Die übrigen Vereine spielen in der zweiten Liga Serie B oder tiefer. Sampdoria Genua äußerte sich per Mitteilung zu dem Fall. Der Verein habe immer nach den geltenden Gesetzen und Normen gehandelt, hieß es am Freitag.

Laut Gazzetta dello Sport wird der Fall vor Gericht landen. Den Managern drohe eine Sperre. Die Staatsanwaltschaft der Stadt Turin ermittelt schon seit Monaten gegen Juventus wegen überhöhter Angaben zu Spielertransfers. In diesem Zusammenhang wurden zuletzt mehrere Manager und Spieler befragt. Die Ermittlungen richten sich laut Staatsanwaltschaft und Verein unter anderem gegen die Vereinsführung um Präsident Andrea Agnelli und seinen Vertreter Pavel Nedved.

Quelle: dpa

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