City's Aymeric Laporte feiert das zweite Tor mit Ruben Dias

Fußball | Premier League

Premier League: Man City nutzt Liverpools Titel-Patzer

Stand: 08.05.2022, 19:29 Uhr

Titelverteidiger Manchester City hat den Patzer des FC Liverpool genutzt und im englischen Meisterrennen seine Tabellenführung ausgebaut. Der FC Watford steht als Absteiger fest.

Das Team von Pep Guardiola gewann am Sonntag (08.05.2022) gegen Newcastle United 5:0 (2:0) und hat mit 86 Punkten nun drei Zähler Vorsprung auf die "Reds" mit dem deutschen Teammanager Jürgen Klopp. Der Champions-League-Finalist hatte am Vorabend nur 1:1 (0:0) gegen Tottenham Hotspur gespielt.

Sterling trifft doppelt

Vier Tage nach dem Aus in der Königsklasse bei Real Madrid trafen Raheem Sterling (19./90.+3), Aymeric Laporte (38.), Rodri (61.) und Phil Foden (90.) für die "Citizens", bei denen Nationalspieler Ilkay Gündogan in der Startelf stand.

Zuvor war dem FC Arsenal im Kampf um die Champions-League-Plätze drei Spiele vor Saisonende ein 2:1 (2:0) gegen den Abstiegskandidaten Leeds United gelungen.

Ausgleich durch Luis Diaz

Liverpools Trent Alexander-Arnold ist sichtlich enttäuscht

Liverpools Trent Alexander-Arnold ist sichtlich enttäuscht

Tags zuvor war Klopps Mannschaft gegen Tottenham Hotspur nicht über ein 1:1 (0:0) hinausgekommen. "Spurs"-Stürmer Heung-Min Son (59.) riss die Fans der "Reds" vier Tage nach dem Finaleinzug aus den Champions-League-Träumen. Luis Diaz (74.) gelang immerhin noch der Ausgleich.

Man United verspielt Champions-League-Teilnahme

Manchester United hatte zuvor seine letzte rechnerische Chance auf die Königsklasse sang- und klanglos verspielt. Das Team von Ralf Rangnick kam bei Brighton Hove & Albion 0:4 (0:1) unter die Räder und kann sich bestenfalls noch für die Europa League qualifizieren. Der ehemalige Ingolstädter Pascal Groß traf zum 0:3 (57.). Rangnick, der künftig die österreichische Nationalmannschaft betreut, gewann nur elf seiner bislang 28 Spiele als United-Verantwortlicher.

Chelsea verspielt Führung

Chelseas Trainer Thomas Tuchel ärgert sich nach dem Tor von Brighton

Chelseas Trainer Thomas Tuchel ärgert sich nach dem Tor von Brighton

Auch der FC Chelsea ist etwas aus dem Tritt geraten. Der von Thomas Tuchel trainierte englische Fußball-Topklub kam gegen die Wolverhampton Wanderers nach Zwei-Tore-Führung über ein 2:2 (0:0) nicht hinaus und hat nach drei Spielen in Folge ohne Sieg die Champions-League-Qualifikation immer noch nicht in der Tasche.

Romelu Lukaku (56./Foulelfmeter, 58.) hatte die "Blues", die weiter Tabellendritter sind, in Front gebracht. Trincao (79.) und Conor Coady (90.+7) verdarben dem FC Chelsea, bei dem Timo Werner und Antonio Rüdiger in der Startelf standen und Kai Havertz eingewechselt wurde, aber noch einen eigentlich sehr positiven Samstag in der Premier League. 

4,25 Milliarden Pfund für den FC Chelsea

Vorbehaltlich der Genehmigungen der Premier League und der britischen Regierung geht der Großklub aus London nämlich für insgesamt 4,25 Milliarden Pfund (rund fünf Milliarden Euro) an eine Investorengruppe um den amerikanischen Unternehmer Todd Boehly, der das Spiel gegen Wolverhampton im Stadion verfolgte.

Die 2,5 Milliarden Pfund für den Kauf der Klubanteile werden auf ein gesperrtes britisches Bankkonto eingezahlt. Darüber hinaus werden die neuen Eigentümer mehr als 2,1 Milliarden US-Dollar (1,75 Milliarden Pfund) für weitere Investitionen in den Klub bereitstellen, wie unter anderem in die Stamford Bridge.

Großbritannien hatte wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine die Vermögenswerte des bisherigen Chelsea-Besitzers Roman Abramowitsch eingefroren - darunter auch den Fußball-Spitzenklub, der deshalb seit März zum Verkauf steht. Die Regierung wird beim Verkauf sicherstellen, dass der russische Oligarch nicht persönlich profitiert. "Es gibt uns eine Perspektive", sagte Tuchel vor dem Spiel gegen die "Wolves", "hoffentlich geht es so schnell wie möglich voran."

Unter neuem Besitzer können auch die Kaderplanungen für die kommende Saison intensiviert werden, auch soll das Stadion an der Stamford Bridge saniert werden.

Watford nächster Absteiger

Der FC Watford steht hingegen als zweiter Absteiger nach Norwich City fest. Der ehemalige Klub von Pop-Ikone Elton John kann nach dem 0:1 (0:1) bei Crystal Palace bei drei ausstehenden Spielen das rettende Ufer nicht mehr erreichen.

Quelle: red/sid/dpa

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