Jack Grealish (links) und Norwich-Trainer Daniel Farke (rechts)

Neue Saison Premier League - Transfers, Corona-Regeln, Neulinge

Stand: 12.08.2021 21:15 Uhr

Die Premier League startet am Wochenende in ihre neue Saison. Wir erklären, was sich auf dem Transfermarkt getan hat, welche Corona-Regeln gelten, wer die Favoriten sind und was von den Aufsteigern zu erwarten ist.

Für den FC Brentford ist es eine große Ehre. Der Neuling darf am Freitag (13.08.2021) die neue Saison der englischen Premier League eröffnen - und das auch noch im "neuen" Londoner Derby gegen den FC Arsenal. Der Klub ist erstmals seit 1947 wieder erstklassig, es ist seine erste Spielzeit in der Premier League, die in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag feiert. Die "Bienen" gelten allerdings als einer der Abstiegskandidaten, auch wenn ihr Besitzer Matthew Benham einst den dänischen Klub FC Midtjylland aus dem Nichts groß gemacht hat.

Farke mit Norwich zurück in der Liga

Schwer haben werden es auch die beiden anderen Aufsteiger. Der FC Watford und Norwich City sind nach nur einem Jahr Abstinenz zurückgekehrt. Doch auch wenn es nicht gut laufen sollte, muss sich Norwich-Trainer Daniel Farke keine Sorgen um seinen Job machen. Die "Kanarienvögel" haben dem Deutschen erst zuletzt einen Vertrauensvorschuss in Form eines neuen Vierjahresvertrags gegeben. Der 44-Jährige hat Norwich zum zweiten Mal als Zweitliga-Meister in die Premier League geführt und geht schon in seine fünfte Saison als Cheftrainer. "Mein Blut ist schon ziemlich gelb", sagt Farke.

Er selbst ist vom Klassenerhalt überzeugt. "Jetzt geht es darum, den nächsten Schritt zu gehen und alles zu tun, um sicherzustellen, dass dieser Verein eine etablierte Premier-League-Mannschaft wird", sagte er. Dass der Klub als Aufsteiger rund 50 Millionen Euro in neue Spieler investiert hat, beweist die enorme Kraft der Premier League.

Geld spielt offenbar keine Rolle

Bis jetzt hat die Liga insgesamt mehr als 935 Millionen Euro für 184 neue Spieler ausgegeben, das Transferminus beläuft sich aktuell auf rund 511 Millionen. Geld scheint dank der schwerreichen Klub-Besitzer und üppigen TV-Gelder keine Rolle zu spielen. Manchester City holte Jack Grealish für 117,5 (!) Millionen Euro von Aston Villa. Jadon Sancho wechselte für 85 Millionen Euro von Borussia Dortmund zu Manchester United. Und der FC Chelsea holte Stürmer Romelu Lokaku für 115 Millionen Euro von Inter Mailand zurück nach London.

Der FC Liverpool hielt sich dagegen zurück. Die "Reds" von Jürgen Klopp holten bislang "nur" Ibrahima Konaté für 40 Millonen Euro von RB Leipzig.

Weitere Mega-Transfers werden kommen

Dass sich jedoch noch Großes tun wird bis zum Ende der Transferperiode am 31. August, ist klar. Weitere Mega-Transfers werden kommen. Dortmunds Erling Haaland ist auf der Insel immer noch ein großes Thema.

Auch das Thema Harry Kane ist noch nicht vom Tisch. Manchester City ist nach dem Weggang von Sergio Agüero zum FC Barcelona am Stürmer der Tottenham Hotspur stark interessiert. Experten sind sich einig, dass einem solchen Transfer etliche weitere Wechsel folgen könnten.

Fans nur geimpft, genesen oder getestet ins Stadion

Zurück nach Brentford. Dort freut man sich vor allem auch auf die Rückkehr der Fans. Seit dem 19. Juli gibt es trotz anhaltender Corona-Pandemie in England keine Zuschauer-Beschränkungen bei Großveranstaltungen mehr. Schon bei den K.o.-Spielen bei der Europameisterschaft waren im Londoner Wembley-Stadion 60.000 Fans dabei.

Bei Spielen könnten ab Oktober aber nur noch vollständig gegen das Virus geimpfte oder genesene Zuschauer zugelassen werden. Das geht aus Plänen der britischen Regierung hervor. Bis es soweit ist, reicht aber auch ein negativer Test. Der Ablauf an Spieltagen werde in Zukunft "ein wenig anders als normal" sein, teilte die Liga mit.

Man wolle die Corona-Statuschecks so durchführen, dass es zu möglichst wenigen Störungen komme und maximale Sicherheit gewährleistet sei. Die ligaweiten Vorschriften gelten für Erwachsene. Die Entscheidung über Einlassregeln für Minderjährige treffen die Vereine selbst. Um ein negatives Testergebnis zu präsentieren, genügt schon ein Schnelltest, den Fans zuhause durchführen können. Zunächst wird offenbar nur stichprobenartig kontrolliert.