FC Arsenal - Crystal Palace 2:2

Trotz Last-Minute-Tor - Arsenal steckt im Mittelmaß fest

Von Christian Hornung

Der Jubel über den späten Ausgleich fiel beim FC Arsenal verhalten aus. Ein Zähler im Montagsspiel (18.10.2021) der Premier League gegen Crystal Palace ist zu wenig, um dem Mittelmaß zu entkommen.

Beim 2:2 (1:0) reichte der frühe Mutmacher von Pierre-Emerick Aubameyang nicht, um den Tabellennachbarn in die Knie zu zwingen. Am Ende reichte es aber mit viel Glück noch zu einem Punkt, der aber in der Tabelle auch nicht entscheidend weiterhilft: Arsenal steckt weiter tief im Mittelfeld fest und muss aufpassen, dass die Europaränge nicht schon in der Hinrunde außer Reichweite geraten.

Bittere Ballverluste

Dabei hatte es - wie so oft in der bisherigen Spielzeit - für die "Gunners" im ersten Durchgang noch sehr gut ausgesehen. Arsenal machte von Beginn an viel Druck und drängte das Team von Patrick Viera tief in die eigene Hälfte. Bereits nach sieben Minuten wurde der couragierte Auftritt belohnt: Pépés Schuss nach Doppelpass mit Takehiro Tomiyasu konnte Palace-Keeper Guaita nur zur Seite abwehren, Aubameyang nutzte den Abpraller aus spitzem Winkel zum 1:0.

Doch Arsenal verpasste es in der Folgezeit, entscheidend nachzulegen. Der schon oft angezählte Coach Mikel Arteta sah an der Seitenlinie, wie es sich Arsenal mit Ballbesitzfußball bequem machte, den entscheidenden Punch aber immer mehr vermissen ließ. Dazu kamen bittere Ballverluste, die den Gast wieder in die Partie zurückholten.

Partey doppelt im Pech

Zu früh gefreut: Das Führungstor von Arsenals Pierre-Emerick Aubameyang reichte nicht | Bildquelle: imago images/PA Images/Adam Davy

Erst patzte Thomas Partey im Zweikampf mit Jordan Ayew, der sich robust durchsetzte - Christian Benteke verwertete den Querschläger im Strafraum zum 1:1 (50. Minute). Bitter für Partey: Sekunden zuvor hatte er selbst noch mit einem Schlenzer aus der Distanz die Chance gehabt, das 2:0 nachzulegen, zielte aber knapp daneben.

Danach erhöhte Arsenal wieder die Schlagzahl, doch eine ähnliche Szene wie beim Ausgleich brachte Crystal Palace auf die Siegerstraße. Sambi Lokonga verdribbelte sich im Aufbau, ließ sich von Conor Gallagher den Ball abnehmen, der Odsonne Édouard auf die Reise schickte. Arsenals neuen Stammkeeper Aaron Ramsdale sah beim Abschluss von Édouard nicht allzu gut aus: Der Ball war zwar hart, schlug aber zentral über seinen Händen ein.

Leno sieht von draußen zu

Bernd Leno sah anschließend weiterhin von der Ersatzbank aus zu, wie seine Vorderleute plötzlich wieder die bedingungslose Offensive suchten. Kieran Tierney hatte in der 87. Minute noch Pech, als sein Kracher von halblinks von der Lattenunterkante zurück ins Feld sprang.

Als dann in der fünften der eigentlich nur auf vier Minuten angesetzten Nachspielzeit alles auf einen Auswärtssieg von Crystal Palace hindeutete, traf Arsenals Joker Alexandre Lacazette nach einem Querschläger im Strafraum doch noch zum 2:2-Ausgleich.