DFB-Elf: Viele Absagen für Löw - Stark steht vor dem Debüt

Herthas Niklas Stark

EM-Qualifikation

DFB-Elf: Viele Absagen für Löw - Stark steht vor dem Debüt

Seit acht Länderspielen wartet Niklas Stark schon auf sein Debüt in der Nationalmannschaft, musste wegen Verletzungen mehrfach absagen. Beim Spiel gegen Weißrussland (Samstag, 20.45 Uhr) steht Stark nun trotz Nasenbeinbruchs vor seinem ersten Spiel. Eine gute Nachricht für Bundestrainer Joachim Löw, dem wieder viele Spieler verletzt abgesagt hatten.

Für die DFB-Elf stehen die letzten beiden Spiele in der EM-Qualifikation an. Es geht zunächst am Samstag (16.11.2019) in Mönchengladbach gegen Weißrussland, ehe der letzte Gegner am Dienstag darauf Nordirland ist. Die Nationalspieler haben ihr Quartier in Düsseldorf bezogen. Am Sonntag zieht der DFB dann nach Frankfurt um, wo das Spiel gegen Nordirland stattfinden wird.

Viele Absagen an Löw

Löw muss weiter auf etliche Spieler verzichten. Die Ausfälle von Niklas Süle, Leroy Sané, Julian Draxler, Antonio Rüdiger, Thilo Kehrer, Marcel Halstenberg und Kevin Trapp standen bereits bei der Kadernominierung fest. Am Wochenende informierte dann Marco Reus den Bundestrainer, dass er nicht zur Nationalmannschaft reisen und stattdessen in Dortmund an seiner Gesundung arbeiten werde.

Am Montag musste auch Kai Havertz passen. Der Jungstar von Bayer Leverkusen fällt wegen eines Muskelfaserrisses im linken Oberschenkel aus. Das gab der Werksverein bekannt. Havertz hatte sich die Verletzung am Sonntag beim Spiel in Wolfsburg (2:0) zugezogen.

Abwehrspieler Niklas Stark zog sich am Wochenende beim Spiel von Hertha BSC gegen RB Leipzig zwar einen Nasenbeinbruch zu, steht aber vor seinem ersehnten Länderspieldebüt. Stark reiste zwar mit blutunterlaufenen Augen und einer frisch operierten Nase zur Nationalelf an, sagte aber: "Es ist nicht so schlimm, wie es aussieht".

Stark will sich endlich seinen Traum erfüllen

Stark wird mit einer Maske spielen, mit der er schon im April 2018 für seinen Klub aufgelaufen war. "Wenn der Bundestrainer anruft und sagt, er will mich dabei haben, dann komme ich - sofern ich laufen kann", sagte der Abwehrspieler. Stark will sich endlich "einen großen Traum erfüllen" - angesichts der großen Personalnot gerade im Abwehrzentrum kein schlechter Zeitpunkt.

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Zuletzt konnte man aber den Eindruck gewinnen, Stark sei auch vom Pech verfolgt. Nachdem Löw ihn bei sechs Länderspielen auf der Bank hatte schmoren lassen, stoppte ihn eine Magen-Darm-Grippe vor dem zugesicherten Startelfeinsatz gegen Argentinien. In Estland wollte Stark endlich seine Premiere feiern, doch im Teamhotel stieß er sich vor der Abreise nachts unglücklich an der Tischkante. Die blutende Wunde am Schienbein musste genäht werden - und Stark fiel erneut aus. "Mittlerweile kann ich darüber schmunzeln", sagte Stark: "Ganz Deutschland hat meine Aktion mitbekommen. Wenn es nicht so bitter wäre, wäre es eine witzige Geschichte. Es war einfach dunkel, ich habe halt nichts gesehen."

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Wer verteidigt im Zentrum?

Neben Stark stehen Löw in Matthias Ginter, Jonathan Tah und Robin Koch für das Spiel gegen Weißrussland noch drei weitere gelernte Innenverteidiger zur Verfügung. Im zweiten Spiel gegen Nordirland wäre dann auch Emre Can nach Ablauf seiner Sperre wieder einsatzfähig. Ein gelernter Innenverteidiger ist Can zwar nicht, doch er kann diese Position durchaus spielen.

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Vorzeitige Qualifikation möglich

Die deutsche Nationalmannschaft steht vor den letzten beiden Spielen in der Ausscheidungsrunde für das Turnier 2020 punktgleich mit 15 Zählern mit den Niederlanden auf Platz zwei. Nordirland folgt mit zwölf Punkten auf dem dritten Platz. Der Gruppensieger und der Gruppenzweite lösen das Turnierticket.

Heißt auch: Sollte das DFB-Team gegen Weißrussland gewinnen und sollten die Niederländer im Parallelspiel in Nordirland nicht verlieren, hätte sich die Mannschaft von Bundestrainer Löw vorzeitig für die Endrunde qualifiziert.

red/sid/dpa | Stand: 11.11.2019, 14:06

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