U21 - Härtetest zum Jubiläum

Die deutschen Spieler Robin Hack (l.) und Dennis Geiger

Länderspiel gegen Spanien

U21 - Härtetest zum Jubiläum

Auf die neue Generation der deutschen U21-Fußball-Nationalmannschaft wartet zum 40. Jahrestag ihres Bestehens gegen Europameister Spanien der erste echte Härtetest.

Bei der Neuauflage des EM-Endspiels vom Sommer 2019 feiert die deutsche U21 ein kleines Jubiläum. Nationaltrainer Stefan Kuntz will seiner neuformierten Auswahl wichtige Erfahrungen für die weiteren Aufgaben in der EM-Qualifikation mit auf den Weg geben - und das genau 40 Jahre nach dem ersten Auftritt einer deutschen U21. Am 10. Oktober 1979 gab es gegen Polen - mit Rudi Völler, Pierre Littbarski und dem eingewechselten Joachim Löw - ein 0:1.

Vier Jahrzehnte später kann das Freundschaftsspiel am Donnerstag (10.10.2019) in Córdoba gegen Europameister Spanien mit neu zusammengestellten Mannschaften keine echte Revanche für das 1:2 im EM-Finale vor gut drei Monaten sein. Eine Standortbestimmung aber schon.

Vorbereitung auf das Bosnien-Spiel

"Wir haben Spanien bewusst relativ früh als Gegner ausgewählt, um den Jungs zu zeigen, wie hoch die Messlatte in Europa liegt. Danach wissen sie, woran es ihnen noch fehlt, oder ob sie schon auf diesem Niveau mithalten können", erklärte Kuntz: "Dazu schärfen wir ihre Sinne vor dem wichtigeren Qualifikationsspiel in Bosnien, wo wir auf jeden Fall drei Punkte holen wollen." Die Partie gegen Bosnien findet am Dienstag statt, dort soll der nächste Sieg auf dem Weg zur EM 2021 in Slowenien und Ungarn eingefahren werden.

Zum zweiten Mal kommt das neue Kuntz-Team dieser Tage zusammen. Kuntz war es nach dem U21-Debütantenball im September wichtig, eine Rückmeldung von den Klubs zu bekommen. "Klar hat man einen ersten Eindruck. Ich habe aber auch die Vereine gefragt, wie die Jungs zurückgekommen sind, und ich habe durchweg positve Rückmeldungen bekommen", sagte Kuntz über seine 19 Debütanten.

Hack im Fokus

Bei dem 2:0 im Freundschaftsspiel gegen Griechenland und dem 5:1 zum Start in die EM-Quali in Wales rückte besonders der Nürnberger Robin Hack in den Fokus. Seine drei Tore beim 5:1 haben die Erwartungshaltung an den 21-Jährigen erhöht. "Erstmal möchte ich meine Leistungen bestätigen und mich weiterhin empfehlen", sagte der "Club"-Angreifer: "Langfristig gesehen möchte ich A-Nationalspieler werden, das ist mein Kindheitstraum. Die sechs Jungs, die im Sommer noch im U21-EM-Finale gestanden haben und nun bei der A-Nationalmannschaft dabei sind, haben uns gezeigt, welcher Weg beim DFB möglich ist."

Drei Neue dabei

Genau das freut Kuntz. "Ich habe jeden Einzelnen angerufen, gratuliert und gesagt, dass wir stolz auf sie sind", berichtete er von den Telefonaten mit Luca Waldschmidt und Co.: "Die Nominierungen sind Beweis dafür, dass die Jungs das Vertrauen mit guten Leistungen zurückzahlen. Ich hoffe, dass sie zu ihren Einsätzen kommen."

Bei seiner U21 könnte sich der Debütantenkreis weiter vergrößern: Neu im Aufgebot sind Josha Vagnoman (Hamburger SV), Orestis Kiomourtzoglou (Heracles Almelo) und Mergim Berisha (SCR Altach). 

sid/dpa | Stand: 10.10.2019, 09:51

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