Deutschland besiegt zum Schluss der WM-Qualifikation auch Armenien

Florian Neuhaus (l.), Jonas Hofmann (m.) und Ilkay Gündogan bejubeln ein Tor gegen Armenien

Armenien - Deutschland 1:4

Deutschland besiegt zum Schluss der WM-Qualifikation auch Armenien

Die DFB-Elf hat die Qualifikation für die Fußball-WM 2022 in Katar mit einem weiteren Sieg abgeschlossen. Das DFB-Team besiegte Armenien in dessen Hauptstadt Eriwan mit 4:1.

Tore von Kai Havertz nach feinem Zuspiel von Jonas Hofmann (15.) und Ilkay Gündogan (45.+4) per Foulelfmeter brachten Deutschland vor der Halbzeit auf die Siegerstraße. Kurz nach der Pause erhöhte Gündogan unter deutlicher Mithilfe des armenischen Torhüters (50.). Der frühere Dortmunder Henrich Michtarjan erzielte den Anschlusstreffer per Foulelfmeter (59.), den Schlusspunkt setzte Jonas Hofmann mit einem platzierten Abschluss (64.) frei vor dem armenischen Tor.

"Wir haben 4:1 gewonnen. Wir haben unser Ziel mit 27 Punkten erreicht. Es ist nicht alles top gelaufen. Aber die Art und Weise, wie wir Fußball spielen, auch dieses Miteinander, ist klasse. Die Mannschaft will immer nach vorne spielen, Chancen kreieren und versuchen, den Gegner zu dominieren", sagte Flick bei RTL und ergänzte "wir wissen, wo wir uns verbessern müssen, aber wir haben noch Zeit."

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Flick ohne zwölf

Ohne Manuel Neuer, Niklas Süle, Antonio Rüdiger, Nico Schlotterbeck, Joshua Kimmich, Leon Goretzka, Serge Gnabry, Marco Reus, Florian Wirtz, Jamal Musiala, Karim Adeyemi und Julian Draxler tat sich die Mannschaft von Hansi Flick schwer, das dichte Abwehrbollwerk der Armenier zu knacken.

Ähnlich wie Liechtenstein vor drei Tagen versuchte auch Armenien, mit zwei kurz hintereinanderstehenden Abwehrketten den bereits für die WM-qualifizierten Gegner am Toreschießen zu hindern. Und wieder probierte es das auf sechs Positionen veränderte DFB-Team mit Chipbällen und scharfen Steilpässen hinter die Abwehr. Doch die gegenüber Liechtenstein technisch deutlich versierteren Armenier verhinderten deutsche Torchancen.

Geduld wird belohnt

Deutschland blieb geduldig: Nach einer Viertelstunde tauchte Mittelstürmer Havertz zum zweiten Mal gefährlich vor dem Tor der Gastgeber auf: Hatte der für den FC Chelsea spielende Angreifer zuerst noch Pech mit einem Pfostentreffer, nahm Havertz ein präzises Zuspiel des überzeugenden Jonas Hofmann von der rechten Seite mit "feinem Füßchen" ab und brachte die deutsche Elf in Führung.

Konzentrationsloch nach einer halben Stunde

Nach einer guten halben Stunde verlor die Mannschaft um Ersatzkapitän Thomas Müller den Faden: Zuerst ließ sich der insgesamt sicher auftretende Jonathan Tah ausspielen, danach unterlief Florian Neuhaus im Spielaufbau ein krasser Fehler. Doch zuerst schoss Eduard Spertsyan über Marc-André ter Stegens Kasten, danach putzte Tah für die Kollegen aus.

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Kurz vor der Pause rückte dann das Schiedsrichterteam in den Vordergrund: Nach einem Foul von Taron Voskanyan an Neuhaus ließ Schiedsrichter Francois Letexier zuerst weiterspielen, nach dem Eingreifen seines Videoassistenten entschied der junge Franzose zu Recht auf Elfmeter: Ilkay Gündogan verwandelte wie schon gegen Liechtenstein scharf und platziert rechts unten.

Armenien in der zweiten Hälfte mutiger

Nach der Pause verhalf Armeniens Keeper Stanislav Buchnev Gündogan zum zweiten Treffer, als der bei einem Fernschuss des bei Manchester City spielenden Mittelfeldstrategen unglücklich am Ball vorbeigriff.

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Auf den armenischen Anschlusstreffer per Foulelfmeter durch Mchitarjan (Neuhaus hatte Terterjan gefoult) reagierte Deutschland mit wieder konzentrierterem Gegenpressing: Hofmann tauchte frei vor dem Tor der Gastgeber auf und erhöhte souverän und platziert auf 4:1.

Nach dem Wechsel von drei Spielern hielt das deutsche Team das Tempo weiterhin hoch, die großen Torchancen blieben allerdings aus, Florian Neuhaus und Maximilian Arnold scheiterten jeweils mit Fernschüssen an Keeper Buchnev.

Zwei "hochkarätige" Gegner im Frühjahr

Nach der so souverän zu Ende gespielten WM-Qualifikation (sieben Siege in den ersten sieben Spielen unter Trainer Flick) geht es so für die Nationalmannschaft weiter: Nach der Gruppenauslosung für die Nations League am 16. Dezember will DFB-Direktor Oliver Bierhoff die hochkarätigen Gegner für zwei Spiele im Frühjahr 2022 bekannt geben. Die Gruppenauslosung für die WM-Endrunde erfolgt am 1. April '22. Die Weltmeisterschaft beginnt am 21. November.

Jo Herold | Stand: 14.11.2021, 21:01

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