"Wir für 30" - DFB-Elf positioniert sich erneut für Menschenrechte

Die deutsche Nationalmannschaft präsentiert vor dem Spiel gegen Nordmazedonien ein Banner

Menschenrechts-Aktion

"Wir für 30" - DFB-Elf positioniert sich erneut für Menschenrechte

Drittes WM-Qualifikationsspiel - dritte Aktion für Menschenrechte. Die deutsche Nationalmannschaft hat erneut ein Zeichen gesetzt.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat ihren Appell für Menschenrechte wiederholt. Vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Nordmazedonien am Mittwochabend (31.03.2021) in Duisburg versammelten sich die Spieler inklusive der Ersatzspieler hinter einem Transparent.

Darauf stand in schwarz-rot-goldener Schrift "Wir für 30" - ein neuerlicher Hinweis auf die 30 Artikel der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen. Präsident Fritz Keller vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) applaudierte auf der Tribüne.

Aktionen auch gegen Island und Rumänien

Vor dem ersten Quali-Spiel auf dem Weg zur Winter-WM in Katar gegen Island (3:0) hatten die Nationalspieler selbst bemalte T-Shirts mit Großbuchstaben getragen und sich zur Botschaft "HUMAN RIGHTS" ("Menschenrechte") aufgestellt.

Vor dem Duell mit Rumänien (1:0) in Bukarest drehten sie dann ihre Trikots mit den Nummern nach vorne, um auf die Menschenrechtscharta aufmerksam zu machen.

DFB - Missverständnisse und Menschenrechte

Sportschau 27.03.2021 01:58 Min. Verfügbar bis 27.03.2022 ARD Von Burkhard Hupe


Geste bereits angekündigt

Bereits im Vorfeld hatte Verteidiger Robin Gosens die Aktion angekündigt und im NDR-Bundesliga-Podcast erzählt, dass es eine Aktion der Spieler und nicht etwa des DFB sei: "Das kann ich jedem einzelnen versichern, das ist eine Aktion, die überhaupt nicht mit irgendjemandem von den Verantwortlichen abgesprochen ist."

Proteste auch in Katar

Der bereits verletzt abgereiste Toni Kroos hat in seinem Podcast "Einfach mal Luppen" bereits angekündigt, dass die Mannschaft auch bei der WM in Katar vor Ort nicht auf Protestaktionen verzichten möchte.

Auch andere Nationen beteiligen sich

Neben der DFB-Elf hatten auch die Mannschaften aus Norwegen, Belgien, den Niederlanden und Dänemark zuletzt vor den Ausscheidungsspielen mit Slogans auf ihren T-Shirts auf Missstände hingewiesen und damit vornehmlich auf die Situation im nächsten WM-Gastgeberland Katar.

Am Mittwochabend kam mit der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft eine weitere Nation dazu: Vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Dänemark zeigten die ÖFB-Spieler während der Hymnen ein Transparent mit der Aufschrift "Menschenrechte schützen" - in Weiß auf rotem Grund. Die dänischen Akteure trugen beim Mannschaftsfoto Aufwärmshirts mit der Aufschrift "Football Supports Change" ("Fußball unterstützt Wandel").

Die FIFA tolerierte die Statements bislang, obwohl politische Kommentare während der Partien eigentlich untersagt sind.

red | Stand: 31.03.2021, 21:06

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