Nationalelf - wer sind die Neuen in Löws Team?

Berlins Niklas Stark

Start der EM-Qualifikation

Nationalelf - wer sind die Neuen in Löws Team?

Nach der Ausbootung dreier Weltmeister sind in der Nationalmannschaft neue Kräfte gefragt. Wen nominiert Bundestrainer Joachim Löw für die anstehenden Fußball-Länderspiele?

Den Kader für Länderspiele verschickt Löw gerne per E-Mail. Das ist einfacher. Und meist hat so ein Kader ja auch keine großen Überraschungen zu bieten. Vor der Testpartie gegen Serbien (20. März) und dem EM-Qualifikationsduell in den Niederlanden (24. März) ist das anders.

Löw wird am Freitag (15.03.2019) den Kader für die ersten Länderspiele des Jahres in der Frankfurter DFB-Zentrale persönlich verkünden. Vor allem wird er dabei die Ausbootung des Münchner Weltmeister-Trios Thomas Müller, Mats Hummels und Jérôme Boateng erklären und rechtfertigen müssen - Zeitpunkt sowie Art und Weise inklusive. Interessanter ist aber, wen der Bundestrainer auch im Hinblick auf die EM 2020 nominiert.

Keine Helden mehr

Fest steht, dass der Umbruch weiter in vollem Gange ist und Löw keine Helden mehr kennt. Selbst für die beiden letzten Spieler aus der alten Garde, Kapitän Manuel Neuer vom FC Bayern und Real-Madrid-Star Toni Kroos, dürfte die Zeit der Freibriefe und Einsatz-Garantien vorbei sein.

Vor allem Neuer muss sich im Tor den Angriffen seines Hauptkonkurrenten Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona erwehren. Beim Neubeginn "wird auch der Marc seine Chancen bekommen", hat Löw schon verlauten lassen.

Wackelkandidaten im Kader sind der seit Monaten schwächelnde Sebastian Rudy (Schalke 04) oder der nur in Liga zwei geforderte Jonas Hector (1. FC Köln). Fraglich ist auch, ob Ilkay Gündogan (Manchester City) oder Emre Can (Juventus Turin) Löw zurzeit sportlich überzeugen.

Stark und da Costa mit dabei?

Für die Innenverteidigung ist der Münchner Niklas Süle erste Wahl. Antonio Rüdiger (FC Chelsea), Thilo Kehrer (Paris Saint-Germain), Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach) und Jonathan Tah (Bayer Leverkusen) sind zudem Kandidaten für diese Position.

Nachdem Löw mit Hummels und Boateng gleich zwei Innenverteidiger vor die Tür gesetzt hat, muss er hinten dennoch nachlegen. Ein heißer Kandidat ist der 23-jährige Niklas Stark von Hertha BSC. Auf den Zettel des Bundestrainers hat es wohl auch Rechtsverteidiger Danny da Costa von Eintracht Frankfurt geschafft. Chancen haben auch der Augsburger Philipp Max und der Leipziger Marcel Halstenberg - beides Linksverteidiger.

Eggestein im Fokus

Für Müller hatte bei Löw zuletzt schon Bayern-Kollege Serge Gnabry gespielt. Der Münchner gehört wie die Leverkusener Julian Brandt und Kai Havertz, Manchester-City-Jungstar Leroy Sané sowie der Leipziger Timo Werner zu den neuen Offensiv-Hoffnungen im DFB-Team. Zur Seite stehen ihnen neben Kroos Spieler wie Joshua Kimmich, Leon Goretzka (beide Bayern München), Julian Draxler (Paris Saint-Germain) und Marco Reus (Borussia Dortmund).

Im Mittelfeld darf aber auch Maximilian Eggestein von Werder Bremen auf eine Nominierung hoffen. Eine Alternative für Löw wäre im zentralen Bereich Maximilian Arnold vom VfL Wolfsburg. Ein neues Gesicht im Sturm wäre der Herthaner Davie Selke.

Rückkehrer in Wartestellung

Und dann gibt es da eine lange Liste von Spielern, die schon mehrmals das Nationaltrikot trugen und nun wieder dabei sein könnten. Dass aber plötzlich wieder Max Kruse (Werder Bremen), Nils Petersen (SC Freiburg) oder Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach) auflaufen, scheint schwer vorstellbar. Von den potenziellen Rückkehrern werden am ehesten Mario Götze (Borussia Dortmund) und Kevin Volland (Bayer Leverkusen) Chancen eingeräumt.

Die sportliche Verantwortung hat Löw. An seinen Entscheidungen für den Umbruch wird er in Zukunft gemessen.

vdv/sid/dpa | Stand: 14.03.2019, 10:51

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