Flick: "Von Anfang an Begeisterung entwickeln"

Sportschau 01.09.2021 01:58 Min. Verfügbar bis 01.09.2022 Das Erste

Fußball | WM-Qualifikation

Flick beschwört das "Wir-Gefühl"

Stand: 01.09.2021, 14:28 Uhr

Bei der Pressekonferenz am Tag vor seinem Debüt als Bundestrainer gab sich Hansi Flick betont positiv und beschwor Teamgeist und das sogenannte Wir-Gefühl.

Von Robin Tillenburg

Es sei wichtig, "die Spieler in der Kommunikation immer mitzunehmen." Die Mentalität der Mannschaft im Training sei "schön zu sehen", jeder Spieler, der mitgereist sei, könne "bedenkenlos spielen" und "im Trainerteam gibt es keine Hierarchie".

Viel Lob für eigentlich alle

Hansi Flick will sie alle mit im Boot haben. Von den Debütanten, über die etablierten Spieler wie Joshua Kimmich bis hin zum Trainerteam, den Fans, den Trainern der Nachwuchsmannschaften und den Vereinstrainern "seiner" Nationalspieler.

Hansi Flick beim Training mit der DFB-Elf

Hansi Flick beim Training mit der DFB-Elf

Zu all den genannten Akteuren hatte der Bundestrainer in seiner Abschluss-Pressekonferenz vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Liechtenstein (Donnerstag, 02.09.2021) lobende Worte, bevor es für ihn und die Mannschaft mit dem Bus in Richtung St. Gallen ging. Der Austausch sei super, jeder bringe sich gut ein, er sehe sich selbst als Teamplayer und jeder Trainer könne problemlos jederzeit ein Training leiten oder mit den Spielern eine Analyse durchführen.

Aufbruchstimmung und flache Hierarchie?

Es ist das Wir-Gefühl, die "Aufbruchstimmung", die einige Nationalspieler in den Gesprächen der vergangenen Tage schon verspürt haben wollten, die Flick natürlich möglichst gern konservieren möchte. Die eher flache Hierarchie und die große Gemeinschaft, die der 56-Jährige sich offenbar vorstellt, spiegelte sich auch darin wider, dass er, ob geplant oder nicht, auf die Kapitänsfrage für das erste Spiel antwortete, dass ihm ja "eben unter Dusche" eingefallen sei, dass er diesen ja in Abwesenheit des angeschlagenen Manuel Neuer gegen Liechtenstein noch benennen müsse.

Kimmich als Sechser gesetzt - auch als Vize-Kapitän?

Gut möglich, dass es Joshua Kimmich wird, der auf der Pressekonferenz nach seinem neuen Nationaltrainer das Podium betrat. Kimmich sei für Flick auf der Sechserposition gesetzt - dass die Zeiten des Bayern-Stars als Rechtsverteidiger damit im DFB-Dress endgültig vorbei sind, wollte der indes allerdings noch nicht abschließend glauben. Es könne immer sein, "dass sich einer verletzt" und man wisse eben nie ganz genau, wie es so komme.

Gegen Liechtenstein dürfte Kimmich jedenfalls ziemlich sicher von Beginn an in der Mitte agieren. Zum Gegner gab es in der Pressekonferenz wenig Konkretes. Man brauche "eine gewisse Intensität" und "tiefe Läufe", um die "mutige" Mannschaft aus Liechtenstein zu knacken, erklärte Flick.

Kimmich: "Fokus darauf, sich für WM zu qualifizieren"

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Kimmich wurde in der Einschätzung der Stärke des Gegners konkreter. Ein "deutlicher Sieg" solle her, gerne mit hohem Pressing, um nicht immer so eine große Distanz zum gegnerischen Tor zurücklegen zu müssen. Gerne auf begeisternde Art und Weise, aber nicht um jeden Preis. Denn letztendlich sei man als Nationalspieler vor allem da, um Spiele zu gewinnen. Das sei der Anspruch, um die "nicht so prickelnde" Tabellensituation in der WM-Qualifikation zu korrigieren. So spricht ein Kapitän - auch in flachen Hierarchien.

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